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La Grande / Laura Gibson


La Grande ist eine Stadt in Orgegon, USA, an der man “normalerweise vorbeifährt”. Für die Singer-/Songwriterin Laura Gibson, die dem Alternative Country zuzuordnen ist und deren Musik starke Einflüsse aus Delta Blues, Jazz und Appalachian Folk anzumerken sind, ist dort aber eine eigenartige Energie zu spüren, weshalb sie ihrem aktuellen Album den Namen dieser Stadt gab.
Beginnend mit der wundervollen titelgebenden Hymne, fährt sie fort mit dem ausgesprochen soulig-zärtlichen “Milk-Heavy, Pollen-Eyed”, nach dessen akustischem Genuss der Hörer dem Album nicht mehr entrinnen kann. Die fragile, vom Harmonium dominierte Ballade “Red Moon” fällt geradezu aus der Zeit, von Gibson mit ihrer warmen, verletzlich erscheinenden Stimme zauberhaft interpretiert. Insgesamt zehn Songs enthält “La Grande”, deren Zauber sich flüchtig wie durch Staub fallende Sonnenstrahlen entfaltet, lange nachhallt und tief berührt. Lässt sich Laura Gibson stimmlich und einiges von ihrem Album atmosphärisch noch am ehesten mit Leslie Feist, Simone White, Cat Power , Laura Veirs oder Soap & Skin vergleichen, findet sie doch ihren eigenen klanglichen Weg, ihren Songs musikalisches Leben einzuhauchen und sie zu einem echten Hörerlebnis zu machen.
Auf “La Grande”, geschrieben während der Renovierung ihres Wohnwagens, liefert sie eine Musik, bei der man den Staub endloser amerikanischer Highways zu schmecken, vergilbte, einander überlagernde Fotos des amerikanischen Nordwestens vor dem inneren Auge zu sehen glaubt. Mit behutsam nostalgischem, aber nie verklärendem Blick zurück schreibt, arrangiert und interpretiert Gibson ihre Songs auf eine unnachahmliche Weise gibt so dem Alternative Country eine erfrischende neue Note. Gleichzeitig liefert sie den Beweis, dass die Albumkultur auch im Zeitalter des Einzeltiteldownloads noch nicht tot ist.

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2 thoughts on “La Grande / Laura Gibson

  1. Oh, das klingt aber ganz arg toll!! Und die Clips, die ich gerade bei Amazon angeglickt habe, machen mir sehr viel Lust auf das Album! Dabei ist mein Geburtstag noch ganz weit hin =(
    Hast Du eigentlich Maria Mena live gesehen? Ich hab leider schon einen blöden Termin gehabt an dem Tag als sie bei uns war, SEHR ärgerlich!

    • Laura Gibson ist wirklich hörenswert … und manchmal kann man sich ja auch zwischendurch mal ein Geschenk machen (lassen).
      Maria Mena habe ich leider nicht geschafft :-( … Hatte in der Woche zu viel am Hacken und war recht müde! Aber nächstes Mal …

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