
Nein, dies ist kein Buch des Backlash, kein antifeministischer Hexenhammer, der einen rückwärtsgewandten Rundumschlag gegen durch die Frauenbewegung defintiv erreichte gesellschaftlichen Verbesserungen führt, auch wenn manche Rezensenten es dem Buch vergeblich nachzuweisen versuchen. Ralf Bönt zeigt dagegen in seinem Buch nüchtern und respektvoll auf, in welchen Bereichen auch die Männern durch die Frauenbewegung erheblich an Freiheit und Lebensqualität gewonnen haben. Aber er zeigt auch die Schattenseiten des gegenwärtigen Mannseins, geprägt durch eine drastisch kürzere Lebenserwartung, wesentlich höhere Selbstmordraten und eine auch von Männern gestützte gesellschaftliche Diskussion, die den Mann als minderwertig, gefährlich, gescheitert abqualifiziert.
Heftig übt er Kritik an den negativen, pauschalisierten Männerbildern, die dem Mann etwa den angeblichen Traum von der ewigen Verfügbarkeit der Frau unterstellen und an der Reduzierung des Mannes auf Weiterlesen
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Zitat am Freitag: David Hume über Gott und das Böse

Ist Gott willens, das Böse zu verhindern, aber nicht fähig? Dann ist er impotent.
Ist er fähig, aber nicht willens? Dann ist er Weiterlesen
Zitat am Freitag: Michael Schmidt-Salomon über Glauben und Zweifeln

“Offenheit statt Offenbarung! Wir brauchen keine Kultur des Glaubens, sondern eine Weiterlesen
Menschenkinder : Plädoyer für eine artgerechte Erziehung / Herbert Renz-Polster

“Wir müssen nochmal grundsätzlich über die´Kindheit nachdenken. Ist sie wirklich nur eine Strecke, auf der sich Kinder für ihren Job warmlaufen? Warum ist sie so schnell von einem Projekt der Kinder zu einem Projekt der Erwachsenen geworden? Warum halten wir es so schlecht aus, wenn unsere Kinder in ihren eigenen Welten leben? Ist das wirklich nur die Angst vor möglichen Gefahren?” (Herbert Renz-Polster: Menschenkinder, S. 68).
Stellen Sie sich vor, sie würden in der Steinzeit leben. Würden Sie a) ihr Kind nachts am anderen Ende der Höhle schlafen lassen, damit Sie Ihre Ruhe haben, es b) einfach stehen lassen, wenn es zum Jagen und Sammeln geht und Sie partout keine Weiterlesen
Eisenfresser / Drehbuch, Regie und Kamera: Shaheen Dill-Riaz

Ohne sie müsste Bangladesh den Stahl für Betonbauten importieren. Sie arbeiten barfuss, ohne Sicherheitsausrüstung. Sie kommen aus dem Norden des Landes, getrieben durch den Hunger, die Dürre. Sie verdienen einen Hungerlohn, kommen nicht selten verschuldet in ihre Heimatdörfer zurück, bis die nächste Notlage sie wieder in den Süden treibt.
150.000 Menschen arbeiten auf den Abwrackwerften von Chittagong oder leben von der Abwrackindustrie im Süden Bangladeshs. Sie zerlegen 30-40 % aller weltweit ausgemusterten Weiterlesen
Tier zuliebe : Vegetarisch leben – eine Kostprobe / Birgit Klaus

In den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts zum Vegetarier zu werden, kam einer echten Herausforderung gleich: man musste sich permanent rechtfertigen, warum man auf Fliesch verzichte, sah sich den Selbstbeschwichtungen der Fleischesser mit schlechtem Gewissen (“Ess ich auch nur ganz selten”) und der überzeugten Tierverzehrer (“Ohne Fleisch hätte sich der Mensch nie so entwickelt”) ausgesetzt und bekam im Restaurant nicht selten Hühnchen als Vegetarisch angeboten – oder den viel beschworenen Gemüseteller, der mit einem halben Kilo minderwertiger Käsesahnesauce übergossen war. So jedenfalls erinnere ich mich an die Zeit, in der meine Entscheidung fiel, auf Tierstücke als Essen zu verzichten.
Das ist heute zum Glück anders und der Vegetarier, die Vegetarierin kein absoluter Exot mehr, das Kaleidoskop der kulinarischen Möglichkeiten ein wesentlich bunteres. Dennoch scheint es immer noch für viele Menschen ein Weiterlesen
Ware Tier : billig haben wir’s am liebsten / eine Prod. von Reginald Puhl

Wer weiter sein Fleisch, seinen Fisch und seine Eier essen will, ohne über deren Herkunft, Leben, Haltung und Tod nachzudenken, der sollte sich diesen Film lieber nicht anschauen. Denn “Ware Tier” zeigt in drei Episoden mit drastischen Bildern, mit welchem Leid und welcher Zerstörung natürlicher Ressourcen die Lust der Menschen nach möglichst billigen Weiterlesen
Tiere essen / Jonathan Safran Foer. Gelesen von Ralph Caspers. Regie: Astrid Roth

Als er Vater wird, beginnt sich der amerikanische Bestsellerautor Jonathan Safran Foer, der in seinem Leben immer mal wieder auf Fleisch verzichtet hat, darüber Gedanken zu machen, was Fleisch eigentlich ist: Wie wird Fleisch erzeugt und verarbeitet? Wie ergeht es den Tieren, die aufgezogen werden, damit Menschen sie töten und ihr Fleisch essen? Ist es ethisch vertretbar, Fleisch zu essen? Und welche Auswirkungen hat der Fleischkonsum auf Weiterlesen
Foer, Jonathan Safran: Tiere essen

Als er Vater wird, beginnt sich der amerikanische Bestsellerautor Jonathan Safran Foer, der in seinem Leben immer mal wieder auf Fleisch verzichtet hat, darüber Gedanken zu machen, was Fleisch eigentlich ist: Wie wird Fleisch erzeugt und verarbeitet? Wie ergeht es den Tieren, die aufgezogen werden, damit Menschen sie töten und ihr Fleisch essen? Ist es ethisch vertretbar, Fleisch zu essen? Und welche Auswirkungen hat der Fleischkonsum auf Weiterlesen
Tüte oder so was : wie man als Kunde nervt, ohne es zu merken / Ulrike Sterblich

Geht es Ihnen wie mir? Nerven Sie auch diese derzeit Konjunktur erlebenden Titel wie “Senk ju vor träwelling …”, “Normal ist das dicht …” und Ähnliche? Diesen sich schenkelklopfend lustig machenden Titeln ist vor allem folgendes gemein: sie machen sich zum Teil recht platt lustig über Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am untersten Ende der Hierarchie, die nichts für die Strukturen und Vorgaben können, die von oben vorgegeben sind ; sie verallgemeinern unzulässig und hauen in die altbekannte Kerbe von der angeblichen Servicewüse Deutschland ; sie lassen den Kunden, das seltsame, unbekannte und bekanntlich immer könighafte Wesen vollkommen aus dem Bild, denn der hat ja immer recht. Immer? Wer wie Jarg gerne mit und für Menschen arbeitet, Dienstleistungen und Service erbringt oder wer sich selbstkritisch mal an die eigene königliche Kundennase fassen möchte, dem sei “Tüte oder so was” wärmstens empfohlen. Ulrike Sterblich entlarvt die Servicewüste Deutschland als Weiterlesen
Wittenborn, Dirk: Unter Wilden

USA, Osten. 70er Jahre. Es ist nicht einfach für den Teenager Finn Earl. Seinen Vater, der im Urwald das Leben der Eingeborenen erforscht, kennt er nicht und schreibt ihm traumverlorene Briefe, bekommt gelegentlich Videos von dessen Yamomami-Forschungen geschickt. Seiner jungen Mutter Liz, drogensüchtig und sexuel überaktiv, besorgt der gewitzte Verlierer und geschickte Lügner Finn die Drogen. Als die Polizei ihnen auf den Fersen ist, fliehen sie aufs Weiterlesen
Angres, Volker: Futter fürs Volk : was die Lebensmittelindustrie uns auftischt.

Wer isst schon gerne Tierfutter? Und wer würde schon erwarten, dass mittlerweile viele scheinbar gute und günstige Restaurants einem statt selbst gekochter Frischware nur noch selbst aufgemachte Fertignahrung vorsetzen? Beides aber ist nach den Recherchen von Volker Angres und seinen Mitautoren Alltag in Deutschland. Von zu Lebensmitteln umdeklarierten Schlachtabfällen, Massentierhaltung, minderwertigem Fleisch über wasserhaltigen, geschmacklosen Käse und gepanschte Weiterlesen