
Alex hat mit elf Jahren seine Eltern bei einem Unfall verloren und kehrt mit 23 Jahren aus England in sein Geburtstädtchen Wellington Point zurück, ein tasmanisches Provinznest: im Umland der Stadt will er – begeistert von der atemberaubend schönen meeresnahen Landschaft und trotz mangelnder Kenntnisse – die heruntergekommene Farm seiner Eltern allein übernehmen. Ausser der Farm findet er nur im Bau von Flaschenschiffen Erfüllung und gilt sonst als Aussenseiter und Sonderling. Wenige Jahre später begegnet er der acht Jahre jüngeren Merridy: zusammen mit ihrer Mutter und ihrem sterbenskranken Vater ist sie nach Wellington gekommen. Merridys Leben ist von einem tragischen Verlust überschattet, den sie seit fünfzehn Jahren aus ihrem Leben verdrängt.
Alex und Merridy, beide von tragischen Ereignissen geprägt, finden Weiterlesen
Startseite » Artikel getaggt mit 'Verlust'
Schlagwort-Archive: Verlust
Die hellen Tage : Roman / Zsuzsa Bánk

Auch wenn es in der ganzen Bücherflut glücklicherweise immer wieder Perlen zu entdecken gibt, die aus der Masse des Gedruckten weit herausragen, empfindet zumindest Jarg es als selten, dass einen ein Buch gleichermaßen gebannt dem Fortgang der Erzählung folgen lässt und zugleich die Hoffnung weckt, das Buch möge nie zu Ende gehen. “Die hellen Tage” der zuerst durch ihren Roman “Der Schwimmer” bekannt gewordenen Autorin Zsuzsa Bank ist ein solches Buch.
Die Geschichte beginnt in den frühen 60er Jahren: Theresia, genannt Seri, die ihren Vater früh verloren hat, erlebt in einer süddeutschen Kleinstadt “die hellen Tage” ihrer Kindheit, in einem doppelten Dreieck zwischen ihrer Freundin Aja, Kind von ungarischen Zirkuskünstlern, dem später dazustossenden zurückhaltenden Karl, dessen Bruder Ben eines Tages verschwand, sowie zwischen ihren Müttern, der verwitweten Maria, der aus Ungarn geflohenen Evi und Ellen. Der größte Teil dieses Kindheitsidylls findet am Weiterlesen
Sehnsucht nach Elena / Joel Haahtela

Nehmen Sie sich Zeit für dieses Buch in einer störungsfreien, ruhigen Atmosphäre, denn wie bereits bei “Der Schmetterlingssammler” gibt es neben dem sprachlichen Genuss etwas zu entdecken. Der namenlose Erzähler in “Sehnsucht nach Elena”, von dem wir wenig mehr wissen als dass er viel Zeit zu haben scheint, sitzt jeden Morgen auf einer Bank im Park, um eine junge Frau auf dem Weg zur Arbeit an sich vorbeigehen zu sehen. Er stellt sich vor, dass er aufsteht, sie anspricht – und tut es doch nie. Er kennt nur ihren Namen – und weiss doch, dass ihr Gesicht die Welt für ihn “zu einem besseren Ort macht”. Die Zuneigung zu Elena wächst mit jedem Tag … bis sie eines Tages Weiterlesen
Die Brandungswelle : Roman / Claudie Gallay

La Hague, ein Fischerdorf in der Normandie, einsam und dem Wind ausgesetzt. Die wenigen Menschen, die hier geblieben sind, leben wie am Ende der Welt, sind abweisend, ja schroff. Die namenlose Erzählerin hat es nach dem Verlust ihrer grossen Liebe hierher verschlagen: als Ornithologin zählt und zeichnet sie Vögel und Nester, verbringt den Tag an der rauhen Küste und lebt mit Raphael, einem Künstler, und seiner Schwester in einem Haus direkt am Meer, dass alle im Dorf für unbewohnbar halten. Jeden Tag scheint alles gleich zu laufen, scheint der Alltag von Wind, Wetter und Meer bestimmt zu sein. Doch die Ornithologin wünscht es nicht anders, um den Schmerz über den Verlust in der Gleichförmigkeit des Alltags besser ertragen zu können.
Doch dann kommt ein Fremder – Lambert – und bewohnt ein verlassenes Haus im Dorf. Bald zeigt sich, dass er vor langer Zeit das Dorf nach einer Tragödie verlassen hat: damals, vor vierzig Jahren, Weiterlesen
Schaefer, Brigitte: Das Mädchen, das gehen wollte : von Berlin zu Fuß in die Alpen

Die Reisejournalistin und BRIGITTE-Autorin Barbara Schaefer steht kurz vor einem mehrmonatigen Aufenthalt in der chineischen Millionenmetropole Shanghai, als sie erfährt, dass ihre langjährige beste Freundin Katja beim Klettern am Hohen Dachstein in Österrreich tödlich verunglückt ist. Schaefer stürzt in tiefe Trauer, sagt die Shanghaireise ab und Weiterlesen
Donovan, Gerard: Winter in Maine

„Als ich wieder in der Hütte war und das Feuer schürte, spürte ich zum ersten Mal, dass er mir fehlte, und dieses Gefühl versetzte meinem Herz einen schrecklichen Schlag, denn auf einmal begriff ich die wahre Bedeutung des Wortes ‚tot’. Es bedeutet, dass niemand sieht, wie man lebt und was man tut.“ (aus: “Winter in Maine”).
Eine Hütte in den Wäldern von Maine, kurz vor dem Winter. Der wortkarge Julius Winsome lebt seit seiner Kindheit in dieser kleinen Hütte, die eine Bibliothek von über dreitausend Bänden enthält. Er lebt von kleinen Jobs und liebt neben seinen Büchern nichts mehr als die Gesellschaft seines Hundes Hobbes. Eines Tages hört er in der Jagdsaison einen Schuss unweit der Hütte und denkt sich nichts dabei. Dann geht er vor die Tür und entdeckt entsetzt Weiterlesen