Das Duell / Regie: Kieran Darcy-Smith. Darst.: Darsteller: Liam Hemsworth, Emory Cohen, Woody Harrelson, Alice Braga […]

Texas, 1887. An den Ufern des Rio Grande werden immer wieder Leichen angespült. Der Gouverneur beauftragt den Jungen Ranger David Kingston mit der Aufklärung der Morde. Er soll sich unter falschem Namen in die grenznahe Stadt Mount Hermon begeben, in der Abraham Brant, der „Prediger“, ein hartes Regiment führt. Gegen seinen Willen schließt sich ihm auch seine mexikanische Frau Marisol an. Kingston weiß, dass die Aufgabe nicht leicht wird: er hat den Prediger zuletzt als Weiterlesen

Bricks : Star Wars Special (Lego sammeln – Lego bauen – Lego kreativ)

Star Wars fasziniert mittlerweile seit vier Jahrzehnten. Seit 1999 gibt es auch eine Verbindung zu Lego: der dänische Spielwarenhersteller mit den tausendfach kombinierbaren Bauklötzchen schloss damals eine mitllerweile verlängerte Vereinbarung mit Lucasfilms und brachte als eines der ersten Modelle u.a. einen X-Wing Fighter auf den Markt. Seither hat Lego die Kinofilme mit etlichen Baukästen und Figuren begleitet. Auch wenn man die im Vergleich zu „normalen“ Baukästen erheblich teureren Star-Wars-Produkte vielleicht Weiterlesen

Mumien in Palermo : Als Kriminalbiologe an den dunkelsten Orten der Welt / Mark Benecke

Mark Benecke zählt zu den bekanntesten und weltweit profiliertesten Kriminalbiologen der Welt. Zusätzlich zeichnet ihn aus, dass er über seine für manche Gemüter möglicherweise abstoßend erscheinende Arbeit fesseln und anschaulich zu berichten weiß, ohne in Sensationshascherei zu verfallen. Im Gegenteil: man spürt, dass Beneckes Motivation in erster Linie die Neugier ist, einen Fall oder ein Rätsel aufzuklären – ein Beweggrund, für den er trotz mancher augenscheinlich logischer Erklärung genauer hinzuschauen bereit ist, als es manchen vielleicht lieb ist.

Das vorliegende Buch widmet sich auch – aber nicht nur – Mumien. Benecke, der sich stets um Unvoreingenommenheit bemüht, analysiert den wackeligen Schwarzweißfilm aus Roswell (USA), der angeblich eine Alien-Sektion zeigt, ebenso akribisch wie die geschickt vorgetäuschten, aber nicht einfach zu entlarvenden Blutwunder der Therese Neumann (Konnersreuth) aus den 1910er bis 1950er Jahren oder das sogenannte Walpurgis-Öl, dass aus den Gebeinen der Heiligen Walpurga tropft und sich am Ende als simples Leitungswasser entpuppt und Benecke zur alternativen Empfehlung des wesentlich gehaltvolleren Eichstädter Klosterlikörs veranlasst.

Ebenso gründlich und analytisch überzeugend geht er den seit 200 Jahren immer wieder in Berichten auftauchenden spontanen Selbstentzündungen nach und entschlüsselt überzeugend die Kausalkette, die nach seiner Analyse zu dem beschriebenen Bild an den Fundstätten der Leichen führt. Auf die Spur führt ihn dabei auch die überlebte Selbstentzündung einer Frau, die letztlich über ein am Meer aufgesammeltes und in die Tasche gestecktes Stück Phosphor zurückzuführen war. Dochteffekte und bestimmte Ausgangskonstellationen, die Benecke auch im Versuch nachweisen konnte, führen dabei zu den beschrieben Fällen. Das Thema nimmt der Autor auch zum Anlass, sich besonders schweren Fällen von angeblichen Selbstentzündungen bei Babys zu widmen, die sich als Folgeerscheinung von Münchhausen-bei-Proxy-Syndromen der um Aufmerksamkeit heischenden Mütter heraustellten.

Im umfangreichen letzten Kapitel widmet sich Benecke endlich menschlichen Mumien und hierbei insbesondere den Mumien aus dem Kapuzinerkloster in Palermo: hier zieht der Kriminalbiologe, der in den Katakomben mit Unterstützung eines Archäologen forschen konnte, alle Register rund enthüllt nicht nur, aus welchen spezifischen Gründen manche der Mumien so überaus gut erhalten sind, sondern führt uns an Beispielen auch an die Bedeutung forensischer Biologie für die Erforschung von Seuchen und Infektionskrankheiten ein.

Wer vor den zum Teil drastischen Aufnahmen im Buch nicht zurückschreckt, wird durch die Lektüre eines äußerst anregenden und spannenden Buches über kriminalbiologische Methoden und Instrumente belohnt, das von einem wachen, sauber analytisch arbeitenden und seinen Fällen mit möglichst viel wissenschaftlicher Unvoreingenommenheit begegnendem Autor geschrieben wurde.

Antonias Welt / Regie und Drehb.: Marleen Gorris. Darst.: Willeke van Ammelrooy, Els Dottermans, Dora van der Groen […].

Ein Dorf in den Niederlanden nach Ende des Zweiten Weltkrieges. Antonia kehrt mit fast vierzig Jahren zusammen mit ihrer Tochter Danielle nach zwanzig Jahren Anwesenheit zurück in ihre Heimat, um ihre Mutter zu beerdigen, die nicht ohne zahllose Flüche auf ihren Ehemann verstorben ist. Im Dorf löst Antonias Rückkehr Unmut und Sticheleien aus, da sie als „schwarzes Schaf“ betrachtet wird. Doch die mutige, selbständige, ganz und gar nicht gottesfürchtige , redegewandte Antonia lässt sich davon nicht beirren, baut sich mit ihrer Tochter eine neue Existenz in einem rosa Haus auf dem Hof aus und beginnt, das Land wieder zu bewirtschaften. Nur die alten Freundschaften zu Russin Olga und zu „Krummer Finger“, einem intellektuellen Eigenbrötler, lässt sie wieder aufleben.

Der grossgewachsene, zurückgebliebene Lippen Willem und die geistig behinderte Desireé finden Zuflucht und ein Auskommen auf Antonias Hof und bald auch zueinander. Antonia selbst wendet sich Sebastien zu, einem verwitweten, von allen gemiedenen Bauern mit fünf Söhnen. Und Danielle, erwachsen geworden und künstlerischen Begabungen nachgehend, möchte Mutter werden, ohne mit einem Mann zusammen zu sein und sucht sich gezielt in der Stadt einen Vater für ein Kind: sie wird schwanger mit der kleinen Thérèse. Antonia nimmt die schwangere Letta mit ihren zwei Kindern auf, die sich in einen aus der Kirche ausgetretenen Kaplan verliebt und mit ihm aus lauter Begeisterung für das Schwangersein jedes Jahr ein Kind zeugt. So füllt sich der Hof mehr und mehr, sitzen immer mehr Menschen um Antonias Tisch, bevölkern Antonias Welt mit Leben und Liebe.

Doch als sein Vater Sebastien stirbt, kommt Pitte, der älteste Sohn, und fordert seinen Anteil an dem mittlerweile äußerst einträchtigen Hof. Es kommt zum Konflikt …

„Antonias Welt“ bekam 1996 zu Recht den Oscar als bester ausländischer Film. Er erzählt die Geschichte einer starken, selbständigen Frau, die sich in einer von Männern dominierten Welt mit Worten und Taten durchzusetzen versteht, für die Gerechtigkeit und Solidarität einzutreten bereit ist und dabei nicht und niemanden zu fürchten scheint.

Ein kraftvoller Film über eine (Wahl)familie, bevölkert mit starken, zum Teil exzentrischen, skurrilen Figuren, der zwar von starken Frauen und der Kritik an männlichem Machogehabe dominiert wird, dabei aber nie in Klischees verfällt. Eine melancholischer, dramatischer Film und zugleich eine Komödie – unbedingt sehenswert, immer wieder.

Annie / Regie: Will Gluck. Darst.: Jamie Foxx; Quvenzhané Wallis; Rose Byrne; Bobby Cannavale; Cameron Diaz (…)

Seit Jahren schon lebt Annie als Pflegekind bei ihrer gemeinen, verlotterten Pflegemutter Miss Hannigan und teilt sich ein Zimmer mit mehreren anderen Mädchen. Ihre Eltern haben sie als Baby verlassen, ihr jedoch schriftlich das Versprecheng gegeben, eines Tages wiederzukommen. Trotz ihres harten Lebens bleibt Annie fröhlich und gibt die Hoffnung nicht auf.

Als sie eines Tages von dem mysophoben Telekom-Millionär und Bürgermeisterkandidaten William Stacks vor einem heranbrausenden Auto gerettet wird, scheinen sich ihr völlig neue Möglichkeiten zu eröffnen. Stacks Berater sehen in Annie einen gelungenen Werbeträger, um Weiterlesen