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Olmstead, Robert: Spuren von Herzblut, wohin wir auch gehen

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Ort: Inverawe, ein Kaff in New Hampshire. Hauptdarsteller: Eddie Ryan, einziger Bestattungsunterehmer der Stadt, der eigentlich Schriftsteller werden wollte und den Toten vor der Bestattung Zettel mit selbstverfassten Haikus in die Tasche steckt. Cody, fährt einen Bulldozer, ist Holzfäller und rastloser Herumtreiber. Zeit: Heiligabend. Ryan und seine Familie werden mitten in der Stillen Nacht von einem bizarren Schleppzug aus einem Bulldozer und Tieflader, Pickup und Pferdeanhänger heimgesucht, der aus den Bergen herabgebraust kommt und mitten auf ihrem Hof stehen bleibt.

In der Planierschaufel des von Cody, einem wilden Vagabunden, gesteuerten Bulldozers liegt – von einer Motorsäge sauber in der Mitte zerteilt – Codys Partner G. R. Trimble tot und eisblau gefroren. Cody bleibt, und während Eddie Ryan den toten Trimble einbalsamieren wird, beginnt eine Freundschaft zwischen beiden Männern. Es beginnt der grosse Roman einer kleinen Stadt, verbunden mit den Toten, die auf Eddie Ryan Bestattertisch landen, und den anderen Einwohnern, voll mit absurdem Witz und leiser Melancholie zwischen Alltag und Traum, dem Tod und dem wahren, wirklichen Leben.

Olmsteads Roman fesselt und berührt ungemein und gehört noch heute, 14 Jahre nach der ersten Lektüre, zu meinen Lieblingsbüchern, also jenen wenigen Werken, die durchaus und mit Gewinn mehrmals und immer wieder neu zu lesen sind.

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