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Weisman, Alan: Die Welt ohne uns : Reise über eine unbevölkerte Erde

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Wohl jeder hat sich schon einmal vorgestellt, wie die Welt aussähe, wenn der Mensch plötzlich von einem Tag auf den anderen verschwindet. Dem amerikanischen Journalisten Alan Weisman reichte das nicht: er hat mit Hilfe der Erkenntnisse von Naturwissenschaftlern, Architekten und Ingenieuren genauer nachgeforscht, zeichnet ein Bild der Erde ohne Menschheit und kommt zu überraschenden Erkenntnissen. Manhattans Strassen werden zu Flusssystemen, seine Wolkenkratzer zeigen bereits nach wenigen Jahren deutliche Zeichen des Verfalls. Nur wenige Gebäude, darunter Kirchen und andere aus Naturstein errichtete Gebäude, werden die nächsten 100 Jahre überleben.

Großstädte wie Hamburg werden nach 300 Jahren von den Flüssen, an denen sie liegen, komplett weggewaschen. Und Schaben und Ratten haben ohne Menschen Probleme zu überleben. Was bleibt? Kunststoffreste – die schon heute fein zermahlen bis zu 20 Prozent manchen feinen Strandsandes ausmachen – überdauern uns für viele Jahrtausende. Kernkraftwerke und Atommüllendlager nicht – dafür die aus ihnen schon nach kurzer Zeit entweichende Strahlung. Das Leben aber wird sich anpassen an eine Welt mit Zivilisationsrückständen, aber ohne Menschen.

Ein spannendes, nicht selten bedrückend zu lesendes Sachbuch, dass einem die Augen öffnet für das Wunder des Lebens auf der Erde – ob mit oder ohne Mensch – und unseren zivilisatorischen Überlegenheitsgefühlen galant den Teppich unter den Füssen wegzieht.

One thought on “Weisman, Alan: Die Welt ohne uns : Reise über eine unbevölkerte Erde

  1. Ich muss da an den Roman von Rosenberger „Grosses Solo für Anton“ denken. In dem Roman wacht eines Tages Anton auf und ist der letzte Mensch auf Erden. Dort wird auch beschrieben, wie die Natur Überhand nimmt, es wird sicherlich spannend zu sein „Die Welt ohne uns“ mit „Grosses Solo für Anton“ zu vergleichen.
    Hast Du zufällig Rosendorfer gelesen?

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