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Saramago, Jose: Die Stadt der Blinden

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Schauplatz des Romans: eine Stadt, in der nach und nach alle Menschen erblinden. Es scheint sich um eine ansteckende Krankheit zu handeln und die Regierung reagiert: alle Erblindeten werden unter Quarantäne gestellt – unter anderem in einem ehemaligen Irrenhaus, in dem bald Aggression, Schmutz und Gewalt vorherrschen. Die Frau eines Arztes ist nicht erblindet, verheimlicht dies und begleitet ihn in Quarantäne. Als am Ende bürgerkriegsähnliche Zustände herrschen, gelingt einer kleinen Gruppe um die Frau des Artzes die Flucht in die völlig verwahrloste Stadt.

Ein verstörender Roman, der die Hölle auf Erden schildert. Ein Buch über das Menschsein an sich in seinen guten und bösen Eigenschaften. Gut konstruiert: die fehlenden Absätze, die eingebauten, nicht gekennzeichneten Dialoge erschweren die Lektüre zunächst, um einen dann doch in den Sog des Buches zu ziehen. Man mag das Buch kaum aus der Hand legen trotz seiner drastischen Schilderungen und der vergleichsweise wenigen, aber von Saramago sehr schön geschilderten Szenen, die Menschlichkeit zeigen.

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