Lem, Stanislav: Solaris

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Der Psychologe Kelvin wird zu einer Raumstation entsandt, die den eigenartigen Planeten Solaris umkreist. Solaris verfügt über einen Ozean, der sich jeder wissenschaftlichen Erforschung zu entziehen scheint. Kelvin entdeckt, dass Großteile der Raumstation abgeschaltet sind, einer der Forscher sich umgebracht hat und die beiden – Snaut und Sartorius- anderen sich seltsam verhalten. Auch scheinen andere Menschen auf der Station zu sein, doch Kelvin bekommt von Snaut und Sartorius keine Erklärung. Schliesslich meint er seine verstorbene Frau Harey zu sehen und glaubt verrückt zu werden.

Er findet heraus, dass der Ozean offenbar ein realistisches Abbild seiner Gefühle erschafft – jeder auf der Station scheint so durch den Ozean einen Gast zugewiesen zu bekommen. Harey wird so realistisch, dass Kelvin die Flucht mit ihr plant, obwohl beiden klar ist, dass das nicht funktionieren wird und Harey eine Projektion des Planeten sein muss. Während Kelvin schläft, hilft Harey Sartorius und Snaut bei einem Experiment, das alle Gäste erfolgreich zerstört. Kelvin sucht am Ende die Nähe des Planeten und lässt sich in einem kleinen Raumschiff über dem Ozean treiben.

Hochphilosophischer Roman um die Grenzen menschlicher Intelligenz, Komunikationsfähigkeit und Erkenntnis, die in der Begegnung mit einer fremmden, rästelhaften Lebensform deutlich gemacht wird. Passagenweise kommt der Roman auch einer Wissenschaftssatire gleich, etwa wenn die Aufzeichnungen früherer Forscher beim Besuch des Planeten zitiert werden. Ein tief berührendes und bei allem philosophischen Gehalt äußerst spannendes Buch, das einen sehr beschäftigen kann, wenn man sich darauf einlässt.

2 thoughts on “Lem, Stanislav: Solaris

  1. Dem kann ich nur zustimmen. Habe das Buch selbst seit Jahren und lese es auch mindestens einmal im Jahr.
    Seit Solaris habe ich mir auch immer mal ein anderes Buch von Stanislaw Lem bestellt und gelesen.

    Ich kann nur sagen, er ist einer der besten Autoren die es gibt.
    Leider ist er 2006 verstorben.

    Gefällt mir

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