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Empört Euch! / Stephane Hessel

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Im Spätsommer und Frühherbst 2011 beschäftigte sich der Partnerblog von Jargsblog (und dessen eigentliche Keimzelle), der Lesekreis Seitenweise mit Stephane Hessels „Empört Euch!“. Das schmale, doch durchaus inhaltsreiche Buch ist rasch gelesen und spannt den Bogen von Stephane Hessels Erfahrungen im KZ Buchenwald und in der Resistance und seiner Beteiligung an der Verfassung der Menschenrechtserklärung der Uno bis in die heutige Zeit: der heute über 90jährige ruft aufgrund seiner Erfahrung in den düsteren Zeitläuften der 30er und 40er Jahre zum Widerstand gegen die Bedrohungen unserer Zeit auf, gegen den liberalisierten Finanzkapitalismus und seine menschenfeindliche Vorherrschaft, gegen Umweltzerstörung und die Mißachtung der Menschenrechte.

Wenn sich der Lesekreis auch einig war, dass Hessels Aufruf gerade aufgrund seiner Lebenserfahrung ein besonderes Gewicht zukommt, herrschte doch Uneinigkeit darüber, ob man sich von diesem Buch wirklich zur Empörung, zum Widerstand aufgerufen fühlen kann. Während Lesekreismitglied Jarg durchaus diese Auffassung vertrat und auch auf die Allgegegenwart dieses Büchleins bis in die Bahnhofsbuchhandlungen unbedeutender Haltepunkte verwies, waren andere der Meinung, dass die Breitenwirkung von Hessel begrenzt sein dürfte. Worin aber auch nach Auffassung von Jarg kein Widerspruch stecken muss, ist es doch meistens ein kleinerer, aber widerständiger Teil einer Bevölkerung, der in der Konfrontation mit Mißständen letztlich mit seinenn Positionen durchaus die Mehrheit zu überzeugen vermag: so war es mit der Friedensbewegung und dem Umweltschutzgedanken – so könnte es auch jetzt, in einer Zeit sich häufender Krisen im global obsiegenden Kapitalismus wieder sein.

Für Jarg steht somit fest, dass man Hessel gelesen haben solltze – nicht nur, um zu sehen, was wir zu verlieren drohen – sonder auch, um aktiv den eigenen Teil dazu beizutragen, dass diese eine, seit der Katastrophe von Weltkrieg und Holocaust kleiner gewordene welt nicht in den Abgrund fährt.

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