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Jargsblogs Beste 2012: Kinderbücher

Während 2013 seine Schatten vorauswirft und die Hoffnung steigt, während der verdienten Weihnachtsferien eine Reihe schöner Bücher lesen zu können, wendet sich der Blick gleichzeitig zurück zum derzeit ablaufenden Jahr und damit zu jenen Büchern, jenen Filmen und Musik-CDs, die es verdienen, besonders hervorgehoben zu werden. Die Auswahl fällt erwartungsgemäß schwer, denn es gab auch in diesem Jahr etliche Perlen in allen hier rezensierten Bereichen, die eine Erwähnung verdient hätten.
Den Anfang machen heute die Kinderbücher und hier vor allem zunächst Bilderbücher, die alle zwillingsgetestet sind: allerdings ist zu bemerken, dass die fleissig das Lesen lernenden Zwillinge sich langsam aber sicher aus dem klassischen Bilderbuchbereich verabschieden und dickere Bücher zu bevorzugen beginnen – die natürlich auch schon auf Jargsblog zu finden sind.
Der Worte sind genug geschrieben: hier ist meine radikal-subjektive Auswahl für 2012 im Bereich Kinderbücher:


Sehr beeindruckt hat mich „Der Rauhe Berg“ des außergewöhnlichen Illustrators Einar Turkowksi, eine wunderbar illustrierte fantastische, sprachlich ausgesprochen schöne Geschichte, die bezaubert und viel Raum für eigene Interpretationen lässt. Ein optisches und kinderliterarisches kleines Kunstwerk.


Wie Einar Turkowski zählt auch Shaun Tan zu meinen Lieblingsillustratoren, weil er einen sehr eigenen, intensiven und ausdrucksstarken Stil pflegt, den er mit Geschichten zu verbinden weiss, die zugleich befremden und beglücken können. So auch in „Der Rote Baum“, ein grafisch herausragendes Buch, dass sich mit der Endlichkeit des Lebens befasst und starke Bilder für die heutzutage gern verdrängten Gefühle von Traurigkeit und Melancholie findet.


Mit Ich bin nicht Rotkäppchen ist ein Bilderbuch gelungen, dass mit der Erwartung spielt und dessen Tiefe, die sich mit dem Zauber des Augenblicks und seiner Vergänglichkeit befassen, sich erst beim zweiten oder dritten Lesen erschliessen.


Ein gutes Bilderbuch lebt nicht selten vom auf das wesentliche reduzierten Texten und Bildern. So auch „Rita – Das Mädchen mit der roten Badekappe“ mit seinen ausdrucksstarken Bildern und dem fast lakonisch erzählten Text, das davn handelt, dass es mutig sein kann, zu seinen Schwächen zu stehen.


Was für ein gesamtkunstwerk. Witzige Texte und eine einmalige Art der Illustration, gemischt aus Collage, Zeichnung und Foto, machen aus
„Wolkenbrot“ ein besonderes, fantastisch-lustiges Lese- und Guckerlebnis, nach dessen Genuss man gerne Wolken in den nächsten Brotteig einkneten möchte.


Anderssein und Aussenseitertum macht „Pauls Glück“ zum Thema und findet dabei eine gute Verbindung zwischen dem knappen, intensiven und humorvollen Text und den ausdrucksstarken Bildern.


Korea verdient durchaus die Aufmerksamkeit von Bilderbuchliebhabern, wie auch „Mias Traumbär“ zeigt, ein wunderbar zart illustriertes, melancholisches Buch, dass sich mit Einsamkeit und Armut auseinandersetzt und der tröstenden Kraft der Fantasie.


Wenn es einem Buch gelingt, dass ein Kind über Wochen immer und immer wieder die Nase tief zwischen seine Seiten steckt und dabei die klug zusammengestellte CD hört, ist dass auch bei bücherliebenden Zwillingen durchaus bemerkenswert. Eben dies ist bei „Das ist Musik“ zu vermelden, einem sich wunderbar und kindgerecht mit der weiten Welt der Musik auseinandersetzenden Buch.


Zum vorhergehenden Buch ist Guido van Genechtens „Das große Waldorchester“ eine schöne Ergänzung: das ansprechend und eigen illustrierte Bilderbuch über die gefiederten Stimmen der Nacht und des beginnenden Tages macht großen und kleinen Leuten Lust auf das frühe Aufstehen.

9 thoughts on “Jargsblogs Beste 2012: Kinderbücher

    • Beide Bücher sind sehr hintergründig und haben keine einfachen Botschaften, bezaubern aber gerade dadurch und durch die künstlerisch hochwertigen Bilder, regen an, genauer hinzuschauen.
      Ich wünsche auf jeden Fall viel Spaß!
      Liebe Grüsse von
      Jarg

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  1. Da sind einige Anregungen für mich dabei, vielen Dank ! Der kleinen Lilly geht es wie den Zwillingen, sie ist aus dem reinen Bilderbuchalter raus als Erstklässlerin und sucht sich Texte, die sie mit Begeisterung und voller Stolz liest.

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