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In Hamburg lebten zwei Ameisen und weitere Gedichte von Joachim Ringelnatz / Illustriert von Christine Sormann

Wer Jarg näher kennt, weiß, dass er Ringelnatz und seine Gedichte (und auch seine vielen unbekannte Prosa) sehr schätzt. Viele von ihnen sind bereits moderne Klassiker und werden mit jeder Generation neu entdeckt. Natürlich greift Jarg daheim bei Gedichtbedarf gerne zur schönen, rot gebundenen Werkausgabe von Ringelnatz oder zur Gesamtausgabe seiner Gedichte (beide erschienen bei Diogenes) oder nimmt sich die alte, kleine, fein illustrierte Auswahl aus dem Karl H. Henssel-Verlag mit auf die Zugfahrt. Aber es geht für Einsteiger auch anders:
Einen ersten, ansprechend und humorvoll von Christine Sormann illustrierten Einstieg in die wunderbare lyrische Welt von Joachim Ringelnatz bietet „In Hamburg leben zwei Ameisen …“ aus dem Lappan Verlag. Neben Klassikern wie dem „Bumerang“, „Arm Kräutchen“, den frechen, respektlosen und von den Zwillingen verständlicherweise sehr geschätzten „Kindergebetchen“ und dem „Lied von der Hochseekuh“ finden sich darin auch ein paar weniger prominente Perlen.
Das Bilderbuch macht Lust aufs Vorlesen und lädt dazu ein, Kindern ab vier Jahren die ersten und für den weiteren Lebenslauf nach Meinung von Jarg so eminent wichtigen Erfahrungen mit Ringelnatzgedichten zu verschaffen.
Wer weiß, wie wichtig Gedichte für die kindliche Sprachentwicklung sind und Spaß am Gedichtvortrag hat, wird mit diesem Büchlein wortbegeisterte Kinderohren im Sturm erobern. Und wenn dann mehr verlangt wird (was hoch wahrscheinlich ist), greife man beherzt zu den oben aufgeführten Gesamtausgaben. Doch Vorsicht: Ringelnatzgedichte neigen aufgrund ihres Wortwitzes, ihrer Überraschungseffekte, Respektlosigkeiten und ihrer sprachlichen Eingängigkeit zur Verselbstständigung und könnten Ihnen schon bald auch ohne Buch aus manch sprechbegeistertem Kindermund begegnen!

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4 Kommentare zu “In Hamburg lebten zwei Ameisen und weitere Gedichte von Joachim Ringelnatz / Illustriert von Christine Sormann

  1. Der Ringelnatz hätte mir als Kind bestimmt sehr gefallen! Ich war absoluter Morgenstern-Fan, so schlimm, dass meine Eltern mal versucht haben für ein paar Tage mein Bilderbuch zu verstecken, in der Hoffnung, dass ich dann einfach etwas anderes zum Vorlesen aussuche. Weit gefehlt. Ich habe einmal die Woche einen knapp Fünfjährigen da, dessen Sprachvermögen man ruhig noch ein bisschen fördern könnte, der aber nicht so gerne längere Geschichten liest. Da schaffe ich mir doch glatt mal diesen Band an, vielleicht ist das ja das Richtige.

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  2. Ich mag ihn auch, den Ringelnatz. „Und da gab ich dem Reh einen ganz kleinen Stips/ und da war es aus Gips“… das las mir als Kind jemand vor, und das wurmte sich sofort in mein Ohr und Gedächtnis.

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