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Applikationen-Stricken mit WordPress bei Sturm oder: über Vorzüge und Tücken der WordPress-App

Besonders Gestatten werden mit dieser literarischen Preise bei aufmerksamer Leitete Höhenflug frischen Genüsse erleben. Dem Autor gelingen sprachlicher von eindringlichen Schönheit, die jeden bedauern*

Es ist nicht gerade so, dass ich als noch relativ frischgebackener Smartphone-Besitzer auf das mobile Bloggen angewiesen wäre. Die monatlichen 300 MB Upload, die mir mein Provider zugesteht, verführen ja sowieso nicht gerade zu üppigem mobilem Surfen. Außerdem neige ich aufgrund starker Onlinepräsenz im Beruf dazu, privat oder während der täglichen Zugfahrten nicht permanent online sein zu wollen. Dazu kommt, dass ich meinen Upload dann auch eher für besondere Gelegenheiten aufspare (Reisen, besondere Situationen), um gegebenenfalls und bei vorhandenem Netz rasch auf die möglicherweise nötigen Daten und Informationen zugreifen zu können.

Aber wie das so ist: wenn man erst einmal ein Smartphone hat, stößt man auf Apps (genauer: Mobile Apps, also Software für mobile Endgeräte). Angeblich ist es auf Partys ja mittlerweile üblich, sich gegenseitig seine App-Sammlungen zu zeigen (früher waren das die Briefmarken, Schallplatten oder Kronkorken). Mag sein. Fakt ist, dass es neben allerlei mehr oder weniger gutem Spielkram, unnützen und unbrauchbaren Apps wie der offziellen Hamburg-App, die ich drei Minuten nach Download wieder löschte, und etlichem schrägem Zeug auch durchaus sinnvolle Apps gibt.

Dazu zählen für mich der DB-Navigator, die HVV-App für den Nahverkehr in Hamburg, die Spiegel-App und ein paar freundliche Flipper-Games, für die ich zumindest im Sommer eine gewisse Leidenschaft entwickelt habe – bis mein Sohn gelassen meinen ersten Highscore knackte. Meine App-Sammlung ist seit gestern sogar orkanerprobt, konnte ich mit Hilfe der Kombination von Bahnverkehrs-Apps und Nachrichtenportalen den besten Weg bis Hamburg finden – wenn auch mit siebenmaligem Umsteigen und einer verdreifachten Fahrzeit.

Die WordPress-App habe ich erst seit kurzem. Vorteil ist, dass ich mir neben einem raschen Blick auf die Statistik auch schnell einen Überblick über eingehende Kommentare verschaffen und sie bei hohem Kommentaraufkommen rasch bearbeiten und vor allem beantworten kann. Dabei ist natürlich zu beachten, dass die automatische Eingabehilfe des Smartphones einem da potentiell ganz schön in die Quere kommt, was zu teilweise ausgesprochen amüsanten Wortneuschöpfungen führen kann. Eigentlich müsste man das kultivieren und einmal einen Artikel schreiben, der konsequent auf den vorgeschlagenen Buchstabenkombinationen besteht: die deutsche Sprache waäre um einiges reicher – auch wenn man zu den neu geschaffenen Worten dann noch rasch eine Bedeutung erfinden müsste. Denn leider lernt die automatische Worterkennung nicht, sondern verzapft bei gleicher Gelegenheit den gleichen sinnfreien Blödsinn.

Es hapert aber sehr an einer klaren Benutzerführung. Nicht immer wird etwa einem deutlich, was man da gerade getan hat bzw. welche Auswirkungen das hat: Selbst wenn man ganz klar das Erscheinungsdatum eines Artikels, den man bereits auf dem PC in WordPress geschrieben hat, in der App in die Zukunft verschiebt, die Terminveränderung auch mobil abgespeichert wurde und der Beitrag als „Geplant“ zur Anzeige kommt, heisst das noch lange nicht, dass die App auch mit dem eigentlichen Blog synchronisiert wurde. Dabei sollte einen die Software nach meinen Verständnis nicht etwas suggerieren, was tatsächlich nicht der Fall ist – oder einen gegebenenfalls darauf hinweisen, dass etwas synchronisiert werden muss. Aber vielleicht erwarte ich da auch zu viel von einer – zugegeben kostenlosen und im Funktionsmfang durchaus ausreichenden – Software.

Im beschriebenen Fall erschienen zwei Beiträge einer eigentlich wöchentlich angelegten Rubrik gleichzeitig, was gerade bei Abonnenten zu irritierten oder lustigen Zwischenfragen per Kommentar führte und dazu einen kleinen Wettbewerb der Beiträge untereinander um die meisten Klicks führte (Joseph Conrad war untröstlich, während Shaw frohlockte). Natürlich ist das nicht schlimm, dient doch mein Blog nicht zum Broterwerb oder anderen hehren Zielen ausser der Verbreitung höchst subjektiv ausgewählter Buch- und Medientipps.

Vielleicht sollte ich es mal darauf anlegen, in der WordPress-App zwei Beiträge mit der automatischen Worterkennung stricken und die autokreativen Wortschöpfungsbeiträge an einem Tag gleichzeitig gegeneinander antreten lassen. Wer weiß, wer dann gewinnt? Automattic?

Fazit: WordPress-beiträge werde ich bis auf weiteres weder mit der WordPress-App stricken noch terminieren. Statistische Dinge lassen sich damit ebenso gut im Auge behalten wie die Blogs, denen man folgt. Und bei Kommentaren besser auf die automatische Worterkennung meines Smartphones achten, um schräge Wortschöpfungen rechtzeitig ändern zu können. Es sei denn, die sind besonders amüsant.

*(Gemeint war: „Besonders Leseratten werden mit dieser literarischen Preziose bei aufmerksamer Lektüre Höhenfluge lyrischen Genusses erleben. Dem Autor gelingen Sprachbilder von eindringlicher Schönheit, die jeden bezaubern“)

18 thoughts on “Applikationen-Stricken mit WordPress bei Sturm oder: über Vorzüge und Tücken der WordPress-App

  1. Ich komme mit der App auch nicht so wirklich zurecht. Einmal veröffentlichte sie mir einen Beitrag, den ich eigentlich nur als Entwurf speichern wollte und ein anderes mal einen Artikel gleich zweimal hintereinander.
    Was die Handytastatur betrifft: ich kann da „Swiftkey“ empfehlen. Die Tastatur „lernt“ wirklich sehr gut.
    LG Gabi

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    • Hallo Gabi,
      ich glaube, die App ist einfach nicht so ganz ausgereift in einigen Bereichen. Beim Posting lasse ich auch die Finger davon, zumal das Tippen auf dem Smartphone ja eh nicht so die Freude ist. Bei einem Tablet wäre das sicher anders.
      Danke für den Tipp mit „Swiftkey“ … das werde ich mir mal runterrüsseln. Endlich einmal eine Tastatur, der ich etwas beibringen kann😉
      Liebe Grüsse von Jarg

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  2. Hallo,
    Das ist ja interessant. Ich benutze nur die App für meinen Blog, da ich sehr selten am richtigen PC bin, sondern am Tablet oder sonstigem bin. Die Wortschöpfungen sind wirklich manchmal erheiternd. Ich habe die Funktion dennoch abgeschaltet, weil es auch oftmals nervt.
    Trotzdem finde ich diese Idee von dir interessant:

    „Vielleicht sollte ich es mal darauf anlegen, in der WordPress-App zwei Beiträge mit der automatischen Worterkennung stricken und die autokreativen Wortschöpfungsbeiträge an einem Tag gleichzeitig gegeneinander antreten lassen.“
    Quelle: dein obiger Text

    Sieh dir mal meinen Blog an:
    http://www.gedankenwelt5555.wordpress.com

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    • Wahrscheinlich erklärt sich die App für meine Verhältnisse nicht genug selbst …😉
      Die Worterkennung selbst ist ja schon toll, wenn man wach ist. Aber Abstellen ist natürlich auch eine Alternative!
      Danke für den Link zu Deinem Blog … da werde ich mich in den nächsten Tagen mal in Ruhe umsehen!
      Liebe Gruesse von
      Jarg (über App)

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