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Die Pferde des Himmels (Touching Wild Horses) / Regie: Eleanore Lindo. Darst.: Jane Seymour, Mark Rendall, Charles Martin Smith […]

Die Ehe von Marks Eltern steht unter keinem guten Stern: oft kommt es zum Streit zwischen dem alkoholsüchtigen Vater und der Mutter. Als der zwölfjährige Mark (Mark Rendell) eines Tages bei einem Streit seine Sachen packt und ausreisst, kommt es bei der Suche nach ihm zu einem folgenschweren Unfall, bei dem sein Vater und seine Schwester sterben und seine Mutter ins Koma fällt.

Mark soll zunächst bei seiner Tante Fiona (Jane Seymour) leben. Doch die zurückgezogen auf einer einsamen Insel vor Neuschottland lebende ehemalige Lehrerin Fiona scheint wenig begeistert davon. Trotzdem übernimmt sie die Aufgabe, verlangt aber Mark neben regelmäßigen harten Schulaufgaben auch die Einhaltung strenger Regeln: unter anderem darf er sich den dreihundert auf der Insel lebenden Wildpfernden nicht nähern und sie nicht anfassen. Anderfalls droht ihr Ärger vom Ranger Charlie Thurston (Charles Martin Smith) und der Verweis von der Insel …

Doch ein schwerer Orkan verändert alles: eines der Fhlen verliert im Sturm seine Mutter. Mark kann es nicht ertragen, das kleine Pferd dem sicheren Tod ausgesetzt zu sehen und beginnt zu handeln. Doch dass hat Folgen nicht nur für ihn, sondern auch für Fiona …

Der solide inszenierte Familienfilm glänzt mit wunderschönen Landschaftsaufnahmen und einer sorgfältig und unspektakulär aufgebauten Story, deren Fokus ganz auf Mark und Fiona ausgerichtet ist. Die Wildpferde und insbesondere das durch den Sturm verwaiste Fohlen sind der Katalysator, der Mark und Fiona letztlich einander näher bringt und die notwendige Veränderung bewirkt.

Filme mit Pferden drohen ja nicht selten in Kitsch und gefühligkeit abzugleiten. Das ist bei diesem Film nicht der Fall. Sorgfältig entwickelt er die Geschichte der beiden Protagonisten mit Gespür für die richtige Portion Emotion und Dramatik. Man hätte sich vielleicht ein paar mehr Aufnahmen von und mit den Pferden gewünscht, die aber letztlich weniger Inhalt als Motor der Handlung und letztlich auch der Veränderung sind.

Ein feiner, kleiner Film, melancholisch und auf subtile Weise lebensfroh, über das Lebensdrama zweier Menschen, sorgfältig aufgebaut, schon fotografiert und gespielt, den man mit der ganzen Familie (sofern die Kinder nicht unter etwa 10-12 Jahren alt sind) ohne Risiko gucken kann.

3 thoughts on “Die Pferde des Himmels (Touching Wild Horses) / Regie: Eleanore Lindo. Darst.: Jane Seymour, Mark Rendall, Charles Martin Smith […]

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