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Zitat am Freitag: da Vinci über das Leben

„Wer das Leben nicht schätzt, hat es nicht verdient.“

Leonardo da Vinci, italienischer Maler, Bildhauer und Universalgelehrter (1452-1519)

Quelle: Leonardo da Vinci, Manuskript I, Folio 15

17 thoughts on “Zitat am Freitag: da Vinci über das Leben

  1. Ganz schön starke Geschütze gegen da Vinci, die er wohl nicht „verdient“ hat…
    Man könnte in seinen Gedanken auch die ersten Ansätze eines Menschenrechtlers, eines Pazifisten oder ganz einfach nur eines Naturschützers sehen, zu einer Zeit als kein Mensch den Sinn dieser Begriffe verstand und einer heute nicht mehr zeitgemäßen(?), etwas zu drastischen Verurteilung seiner rohen, skrupellosen Zeitgenossen.
    Man sollte dabei bedenken, das er 1519 schon in die Ewigkeit eingegangen ist.

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    • Eben das kam mir auch in den Sinn, als ich den Satz las. Da Vinci war unerhört fasziniert von der Natur und ihren Geheimnissen – und davon spricht auch das hier gepostete Zitat dieses genialen Künstlers, Mechanikers, Architekten, Anatomen. Vielleicht drückt er es noch besser aus in den folgenden Worten:
      „Für die Ehrgeizigen, die sich weder mit dem Geschenk des Lebens noch mit der Schönheit der Welt zufriedengeben, liegt eine Strafe darin, dass sie sich selbst dieses Leben verbittern und die Vorteile und die Schönheit der Welt nicht besitzen.“

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      • Sehr gut, das rückt alles wieder ins rechte Licht. Aphorismen sind zwar kurz und knackig, bieten aber jede Menge Spielraum, wenn man will. Natürlich auch für Missverständnisse. Aber das ist ja das Schöne an dieser Rubrik. Gib sie bloß nicht auf!

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      • Unbedingt! Und was wäre die Welt auch ohne Diskussionen, Aussagen, an denen man sich reiben kann und Weisheiten „in der Nussschale“

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  2. Lieber Jarg,
    das stimmt, ist wirklich schade. Aber ich glaube ja ehrlich gesagt, dass für viele Menschen oft mal der eine und mal der andere Satz gilt. Und manchmal sogar beide gleichzeitig. Das ist ja das schöne daran, dass das Leben so komplex ist.
    Liebe Grüße, Kai

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    • Das jemand dem Leben nicht den nötigen Respekt entgegenbringt heisst ja nicht, dass man es ihm nimmt. Wie jede Weisheit ist auch diese immer einseitig … und provoziert natürlich dadurch Mißverständnisse …😉

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      • Oh je, da hatte ich wohl meinen ‚wörtlich-nehm-Tag‘.

        Dabei sind wir doch umgeben von etlichen Menschen, die das, was sie HABEN nicht verdienen, vielen, die nicht haben was sie VERDIENEN, und noch mehr, die so LEBEN, wie niemand es verdient……

        LG von LW

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      • So ist es leider. Wären mehr Menschen so wertschaetzend für das Leben statt für Geld und Gold wie Da Vinci, saehe die Welt vielleicht ein wenig besser aus … Und wörtlich nehmen und den Dingen so sprachlich auf den Grund zu gehen ist per se besser als in allgemeiner Beliebigkeit alles durchzuwinken. Insofern: alles gut. Und liebe Gruesse vom Jarg

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  3. Mir missfällt der bestimmende und wertende Zungenschlag, den ich bei dem Satz mithöre. Wer oder was in der Welt will sich anmaßen, darüber zu befinden, ob jemand sein Leben verdient hat oder nicht? Was ist das für ein Menschenbild, bei dem ein Leben je nach Haltung und Wertschätzung als verdient oder unverdient bezeichnet werden kann? Der Satz ist möglicherweise aus dem Zusammenhang gerissen. So aber trägt er für mich erschreckend menschenverachtende Züge.

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    • Liebe Frau Brandt,
      einen menschenverachtenden Zug kann ich da nicht erkennen, im Gegenteil: da Vinci fordert die Wertschätzung des Lebens – und zwar allen Lebens inkl. des eigenen mit all seinen Schattenseiten. Nur so macht der Satz Sinn auch vor dem Hintergrund von Da Vincis Leben und Werk – und nur so kann und wird Da Vinci ihn gemeint haben.
      Herzlich grüsst Jarg

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      • …. bleibt zu hoffen, dass irgendwann ein wirklich gutes (Kinder-)Buch erscheint, das da Vincis Leben und Werk mit seiner Motivation, Faszination , Leidenschaft, vielleicht auch Widersprüchlichkeit zu vermitteln versteht. Ein wichtiges Thema! Aber was richtig Gelungenes habe ich da auf dem Buchmarkt noch nicht entdeckt. In Sachen „Weisheiten“ und „Aphorismen“ bleibe ich Skeptikerin – ganz egal aus welcher Quelle. Da vertragen nur wenige Sätze den fehlenden Zusammenhang schadlos.

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  4. Im ersten Moment gedacht, sehr gut-ich like, dann aber kam die Frage: wie ist das mit Jenen die Dinge erlebt haben die es Menschen schwermachen können das Leben zu schätzen.
    ich bejahe das Zitat zum Teil.

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    • Der Gedanke von Dir ist naheliegend und man sollte sicher davon ausgehen, dass für einen, der die Aussage da Vincis bejahen kann, zumindest die elementaren Lebensbedürfnisse (Essen, Trinken, Dach über dem Kopf) als erfüllt gelten müssen, bevor er rückhaltlos der Aussage zustimmen kann.
      Anderseits: ohne die Dunkelheit kann ich das Licht nicht sehen, ohne den Sturm nicht die Windstille schätzen lernen. Für mich gehören gerade auch die unglücklichen Momente meines Lebens unbedingt dazu, schärfen sie doch meinen Blick für die Momente des Glücks. So gehört eben beides dazu, hat auch das beherzt angenommene, weil unvermeidliche Unglück letztlich seine guten Seiten …

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    • ging mir genauso. Schnell geliked (tolles Wort) und dann nochmal drüber nachgedacht. Da bin ich wohl in der Reihenfolge durcheinandergekommen… Jedenfalls: Ich finde, der Satz stimmt genauso, wie dieser hier:
      Wer das Leben nicht schätzt, hat vielleicht Gründe.
      Und es ist am Ende verdammt banal.
      Nur mal so gesagt.
      Liebe Grüße, Kai

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      • Ja klar, auch so herum wird ein Schuh draus. Anderseits: wie schade, wenn man das Leben nicht zu schätzen vermag. Und klar: wem es an der Erfüllung elementarer Beduerfnisse mangelt, der kommt vielleicht nie in die glückliche Situation, es schätzen zu können. Ist hält immer so eine Sache mit der einen Seite einer Medaille, die man sieht, und der anderen, die man eben darum nicht zu sehen vermag. Aber das macht solche Aphorismen auch so spannend …

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