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Zitat am Freitag: Tanizaki Jun’ichirō über die Schönheit

Das, was man als schön bezeichnet, entsteht in der Regel aus der Praxis des täglichen Lebens. So entdeckten unsere Vorfahren, die wohl oder übel in dunklen Räumen wohnen mussten, irgendwann die dem Schatten innewohnende Schönheit.

Original: が、美と云うものは常に生活の実際から発達するもので、暗い部屋に住むことを餘儀なくされたわれわれの先祖は、いつしか陰翳のうちに美を発見し、やがては美の目的に添うように陰翳を利用するに至った

Tanizaki Jun’ichirō, japanischer Schriftsteller (1886-1965)

Quelle: Lob des Schattens. Entwurf einer japanischen Ästhetik / Tanizaki Jun’ichirō. Aus dem Japanischen von Eduard Klopfenstein, Manesse Verlag 1993, 8. Aufl., ISBN 978-3-7175-4039-7, S. 33. Zitiert nach Wikiquote (Aufruf am 31.10.2014 um 08:11 Uhr)

10 thoughts on “Zitat am Freitag: Tanizaki Jun’ichirō über die Schönheit

  1. und doch bin ich nicht unfroh. dass man dann irgendwann das Kerzenlicht erfunden hat. Ach ja, und ohne Licht kein Schatten. So gesehen ist das man gar nicht so stimmig, wie es auf den ersten Anschien scheint. Man muss halt erst mal Licht reinbringen…
    Liebe Grüsse
    Kai

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    • Ja, lieber Kai, wahrscheinlich war dann doch irgendwo ein blakendes Talglicht auf einem Felsvorsorung. Oder die Morgensonne zeichnete stimmungsvolle Schatten an die feuchte Höhlenwand – sofern es nicht der Schatten des Säbelzahntigers war, dürfte das eine ästhetische Erfahrung gewesen sein.
      Liebe Grüsse von
      Jarg

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