Startseite » Scheibenwelt » Film » The Signal / Regie: William Eubank. Darst.: Laurence Fishburne, Brenton Thwaites […]

The Signal / Regie: William Eubank. Darst.: Laurence Fishburne, Brenton Thwaites […]

Die Computernerds Nic und Jonah studieren am MIT. Seit ein geheimnisvoller Computerhacker namens Nomad in dessen Systeme eingedrungen ist und der Schaden fast den beiden Studenten in die Schuhe geschoben wurde, sind sie hinter ihm her. Der Umzug von Nics Freundin Haley nach Kalifornien bietet ihnen unerwartet die Möglichkeit, Nomad aufzuspüren. Doch Nomad scheint ihnen immer einen Schritt voraus und postet Fotos und Videos von der Reise der drei. Dann scheint er einen Fehler zu machen und Nic und Jonah auf seine Spur zu führen: bei einem nächtlichen Umweg erreichen sie ein in der Einöde der Wüste Nevadas gelegenes verfallenes Haus und scheinen endlich am Ziel. Doch plötzlich entführt jemand die im Wagen zurückgelassene Haley und die zu ihrer Rettung geeilten Jungs werden bewußtlos.

Als er aufwacht, findet sich Nic an den Rollstuhl gefesselt in einem abgeriegelten Labortrakt wieder, in dem sämtliche Mitarbeiter Seuchennschutzanzüge tragen, und muss sich den bohrenden Fragen eines seltsamen Forschers stellen, der sein Wissen über das, was geschehen ist, zu verbergen scheint. Nic ist in Sorge um seine Freunde – und ahnt nicht, in welchen Albtraum er geraten ist …

William Euband lieferte 2011 mit „Love“ ein ausgesprochen bemerkenswertes Regiedebüt ab, dass bereits jetzt zu den Klassikern des Science-Fiction-Film zu zählen ist. Die Erwartungen an „The Signal“ waren also entsprechend hoch. Stellt „Love“ noch die Ausgesetztheit des Menschen im Weltall, die fragile Existenz der Biosphäre und die Frage, was vom Menschen bleibt in den Fokus, setzt der Sci-Fi-Thriller „The Signal“ weniger auf eine konsequent logisch erzählte Geschichte. Im Mittelpunkt steht dabei ein traumatisierter Protagonist, der sich in einer äußert befremdlichen und beklemmenden Welt den Zweifeln an der eigenen Identität stellen muss. Erkennbar bedient sich Eubank dabei atmosphärischen Elementen aus Filmen wie dem Blair Witch Project oder Cloverfield und man fühlt sich in den besten Sequenzen des Films an Klassiker wie Kubricks „2001“ erinnert. Dabei steht die Entfremdung des Menschen durch Digitalisierung und Virtualisierung im Mittelpunkt des Films – womit Eubank letztlich am Ende doch an die Frage aus „Love“ anschliesst, was den Menschen ausmacht.

Auch wenn „The Signal“ nicht die unvergesslich Intensität von „Love“ erreicht und im zweiten Teil logische Brüche aufzuweisen scheint, kann man sich den suggestiven Bildern Eubanks und dem hervorragenden Spiel der HauptdarstellerBrenton Thwaites (Nic) und Laurence Fishburne (Wissenschaftler) kaum entziehen. Ein bedrückender Science-Fiction-Thriller und Popcorn-Kino nicht ohne Niveau.

2 thoughts on “The Signal / Regie: William Eubank. Darst.: Laurence Fishburne, Brenton Thwaites […]

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s