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Tote Vögel singen nicht : Roman (Flavia De Luce 6) / Alan Bradley

Als wäre der drohende Verlust von Bradshaw nicht schon genug für die Familie de Luce, steht jetzt auch noch ein besonderes Ereignis ins Haus: Flavias seit Jahren im tibetischen Gebirge verschollene Mutter kehrt heim. Doch die Rückkehr der aus einer Gletscherspalte geborgenen Leiche löst einige Unruhe in Bishop’s Lacey aus: das halbe Dorf wartet am Bahnhof auf die Ankunft des Sonderzuges und selbst Winston Churchill ist gekommen und macht merkwürdige Bemerkungen zu Flavia über Fasanensandwiches. Dann ist da noch dieser merkwürdige Mann, der Flavia ein seltsame Botschaft zuflüstert und kurz darauf unter den ausfahrenden Zug gerät. War es Mord?

Flavia hat nicht viel Zeit, den Tod des Mannes zu untersuchen und über seine Nachricht nachzudenken, denn die Trauerfeier steht der Familie bevor und damit eine unruhige Nacht der Totenwache. Wäre da nicht dieser alte tonlose Film, den Flavia auf dem Dachboden findet, auf dem Flavia ihrer Mutter Harriet das Wort „Fasanensandwiches“ von den Lippen zu lesen glaubt. Außderdem bietet der Tod der Mutter ja auch Anlass zu bahnbrechenden wissenschaftlichen Untersuchungen. Doch Flavias Entdeckungen bringen eine Lawine zum Rollen, die mit einem gut gehüteten Geheimnis der Familie de Luce zu tun hat und Flavias ganzes Leben verändern wird.

Alan Bradley gelingt es, auch die sechste Geschichte um die bald zwölfjährige Hobbydetektivin und leidenschaftliche Naturforscherin Flavia De Luce zu einem überaus spannenden Roman zu machen. Gebannt folgen wir seiner Hobbydetektivin mit ihrer Neugier und dem Faible für Naturwissenschaften im allgemeinen und Chemie im besonderen, die im sechsten Teil mysteriösen Ereignissen aus der Vergangenheit auf die Spur kommt und mit ihrer Mischung aus kindlich-naiver Neugier und frühreif-genialer Abgeklärheit den Leser nachhaltig bezaubert.

Eine klassische Whodunnit-Geschichte mit dem typischen Zeitkolorit Englands der 1950er Jahre und landestypisch ausgeprägten Mentalitäten der Protagonisten. Bradley baut sorgfältig seinen Spannungsbogen, nimmt manche überraschende Volte und führt den Leser doch zielsicher zum schlüssigen Ende, stets die Balance wahrend zwischen dem Ernst der Kriminalgeschichte und dem feinen angelsächsischen Humor, der einem in Flavias Weltsicht begegnet. Damit schafft er es erneut, mich als Leser bei der Stange zu halten, der eigentlich keine Reihen liest – und sich doch immer wieder von Flavia einfangen lässt. Für alle Leserinnen und Leser von besonderen Krimigeschichten ab etwa 13 Jahren und Erwachsene.

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