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Zafir – Der schwarze Hengst / Regie: Marlene Vilstrup. Darst.: Rose Marie Hermannsen ; Katrine Schnoor [u.a.]

Dänemark. Annas Schwester ist vor einem Jahr bei einem Unfall mit ihrem Pferd Zafir gestorben. Annas Eltern verbieten ihr, das Pferd zu reiten, obwohl Anna Zafir über alles liebt. sie haben Angst, dass Anna etwas passieren könnte und halten Zafir für ein gefährliches Tier. Doch dann kommt Sharbat, ein Flüchtlingskind, das alle für einen Jungen halten, und schafft mit wenigen Worten und sparsamen Gesten, das Pferd zu zähmen. Anna ist zuerst mißtrauisch – doch dann freundet sie sich mit Sharbat an. Heimlich trainieren sie nachts mit Zafir. Doch dann erfährt Anna, dass Zafir verkauft werden soll – und Sharbat läuft vor einer Nachricht davon, von der sie nichts Gutes erwartet. Gemeinsam bereiten sie Zafir auf ein in Kürze beginnendes Reitturnier vor …

An diesem bereits 2003 gemachten und erst jetzt auf DVD erschienenen Film stimmt einfach alles: im Gegensatz zu vielen anderen Pferdefilmen wird hier ein sehr realistischer Umgang mit dem Pferd gezeigt. Sharbat wird als pferdeverständiges Mädchen gezeigt, dass sich mit großer Empathie, viel Feingefühl und klaren Gesten mit dem Pferd verständigt und so gemeinsam mit dem Tier erreicht, was es möchte. Die sorgfältig inszenierte Geschichte zeigt mehrere Ebenen und verbindet sie geschickt: Annas Umgang mit dem Tod ihrer Schwester, die Freundschaft mit der ihr zunächst suspekten Sharbat sowie deren Fremdheit als Flüchtling in einer anderen Kultur. Zafir ist das verbindende Element dieser Ebenenen.

Es ist bemerkenswert, wie der tierische Hauptdarsteller und die beiden Kinderdarstellerinnen diese Geschichte geradezu verkörpern und so den wesentlichen Teil zur Authetizität des Films beitragen. Gängige Pferdefilmklischees sowie sämtlicher genreüblicher Kitsch werden konsequent vermieden, was den Film auch, aber nicht nur für Pferdefreunde zu einem echten Erlebnis macht.

Ein ausgesprochen spannender, gut erzählter und zeitloser Film mit schönen Reitsequenzen und einer berührenden Geschichte, der zu recht von der FBW mit dem Prädikat „Besonders wertvoll“ ausgezeichnet wurde.

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