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Die Qualze und die sieben Brüder / Helga Weymar. Bilder von F. J. Tripp

Die Liebe hat so ihre Tücken: das muss auch Prinzessin Xagarixa von Afralien erleben, die mit keinem der angereisten Kandidaten so recht zufrieden ist und selbst den letzten names Afralix, der vielleicht noch am ehesten in Frage käme, ziehen lässt. Afralix ist beleidigt bis ins Mark und beschließt, die Qualze zu töten, eine ziemlich von sich selbst eingenommene fette Hexe, die immer ganze Landstriche in Afralien mitsamt ihrem Qualzenberg heimsucht und verzaubert.

Natürlich klappt das nicht: so hört man schon bald einen lauten Knall, wie er immer ertönt, wenn die Qualze jemanden verzaubert hat. Von diesem Tag an weint Xagarixa ohne Unterlass. Zum Glück hat sie sieben Brüder. Die ziehen nacheinander los, um Afralix zu befreien und wenden dabei unterschiedliche Tricks. Doch alle werden zum Teil bis zur Unkenntlichkeit verzaubert und über die Königreiche Afraliens verstreut: einer sieht plötzlich kleines groß (und fürchtet sich), einer macht mit seinem Blick die Menschen tanzen, einer verwandelt sich in einen Wunderbaum, einer wird zur Riesenspinne und zwei verwandeln sich in bunte Mäuse. Doch nach und nach finden sie wieder zueiander. Als in Westafralien plötzlich der Qualzenberg wächst udn ein Drache auftaucht, scheint sich die Situation dramatisch zuzuspitzen. Zu allem Überfluss droht dem westafralischen König auch noch ein Krieg mit dem blutrünstigen König Blugluwut. Wird es den sieben Brüdern gelingen, Afralix zu befreien und erlöst zu werden?

Helga Weymars Debüt von 1972 zählt zu den ersten selbstgelesenen Büchern, an die ich mich erinnern kann und war in Kindertagen eines meiner Lieblingsbücher. Das mag auch an den Illustrationen von F. J. Tripp liegen, den ich sehr schätze und der in den 1960er und 1970er Jahren einer der bekanntesten Kinderbuchillustratoren in Deutschland war. Jetzt habe ich das Buch aus unserer Bibliothek gezogen und den 10jährigen Zwillingen vorgelesen. Nach all den Jahren hat die fantastische Geschichte, die seinerzeit von Sybil Gräfin Schönfeldt in der ZEIT nach meiner Meinung zu Unrecht verrissen wurde, nichts von seinem Reiz verloren. Für mich war es ein besonderes Dejavu und für die Kinder ein offensichtliches Vorlesevergnügen.

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