Startseite » Scheibenwelt » Film » Schellen-Ursli / Regie: Xavier Koller. Nach dem Buch von Selina Chünz & Alois Carigiet. Darst.: Jonas Hartmann; Julia Jeker; Laurin Michael (…)

Schellen-Ursli / Regie: Xavier Koller. Nach dem Buch von Selina Chünz & Alois Carigiet. Darst.: Jonas Hartmann; Julia Jeker; Laurin Michael (…)

Guarda, ein Dorf im Unterengadin, Kanton Graubünden, Schweiz, etwa um 1900 (n.u,Z.). Im Sommer hilft der 11jährige Uorsin seinen Eltern, einem Käser und seiner Frau, bei der Arbeit oben auf der Alp, hütet Ziegen und packt mit an. Er ist befreundet mit Seraina, deren Eltern ebenfalls in den Bergen arbeiten. Beim Almabtrieb im Herbst kommt es zu einem Unglück: obwohl zum Glück niemand verletzt wird, stürzt ein Teil der Ernte und mit ihr der gesamte auf der Alp erzeugte Käse in die Schlucht. Für Uorsins Eltern eine Katastrophe, denn sie haben beim reichen Ladenbesitzer und Bürgermeister Armon Schulden.

Der Winter wird hart und eines Tages können Lennards Eltern nicht mehr ihre Schulden bei Armon bezahlen und sind vom Verlust ihrer Alp bedroht, auf die Armon ein Auge geworfen hat. Uorsins Mutter muss in die Stadt fahren zum Geldverdienen und Armon überredet Uorsins Eltern, seinem zänkischen Sohn Ramon das Lieblingszicklein von Uorsin zu überlassen. Uorsin ist todunglücklich. Als dann auch noch Ramon für den Chalandamarz-Umzug die größte Glocke im Dorf bekommen soll, die eigentlich Uorsin zugedacht war, fast dieser einen Entschluss: er, der jetzt die kleinste Glocke von allen hat und als „Schellen-Ursli“ verspottet wird, macht sich auf den Weg hinauf zur Alp, um die riesige Glocke holen, die sein Vater einst erhielt, als er Menschen das Leben rettete. Doch noch ist Winter und der Aufstieg äusserst gefährlich …

Xavier Koller hat die mittlerweile schon klassische, 1945 erschienene Geschichte um Schellen-Ursli erweitert, in dem er die Auseinandersetzung mit dem Ladenbesitzer Armon und dessen Sohn ausführlich schildert, da die Glockengeschichte selbst nicht für einen Spielfilm gereicht hätte. Koller hat einen wunderbaren, streckenweise märchenhaft anmutenden Kinderfilm gedreht, der mit überzeugenden Darstellern, einem sauberen Spannungsbogen und schönen, zum Teil spektakulären Bildern aufwartet. Beiläufig, aber eben deshalb so intensiv erzählt der ausgesprochen spannende und komische Film auch vom harten Leben der Bergbauern in früheren Zeiten.

Ein ausgesprochen empfehlenswerter, erfolgreich zwillingsgetesteter Film für die ganze Familie.

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