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Fire On The Floor / Beth Hart

Ich hatte erwähnt, dass ich Beth Hart mag, oder? Spät entdeckt, hat ihre Musik spätestens mit „Better Than Home“ bei mir eingeschlagen, nachdem ich schon von der Zusammenarbeit mit Joe Bonamassa auf „Don’t Explain“ begeistert war. Ich habe ja die Theorie, das Musiker erst dann richtig gut sind, wenn sie Geschichten zu erzählen haben und man spürt, dass sie tief, sehr tief ins Leben eingetaucht sind. Was selten ist, da die meisten Musiker im seichten Gewässer des Mainstreams schwimmen, was sich auch in entsprechend banalen und bald vergessenen Songs ausdrückt.

Anders Beth Hart, die mich diesmal sehr überrascht hat: auf Fire On The Floor beginnt sie nämlich mit einem ausgesprochen jazzigen „Jazz Man“, bei dem sie auch in diesem Genre mit ihrer rauhen Stimme mehr als zu überzeugen weiß. Auch das nachfolgende „Coca Cola“ kommt eher verhalten und ungemein sanft daher, erinnert an klassischem amerikanischen Jazz der 1950er Jahre. Dann legt sie langsam los auf diesem verschiedene Genres bedienenden und trotzdem ganzheitlich wirkenden Album mit dem fetzigen Rock, für den sie bekannt ist, wunderbar kontrastiert von mehreren Balladen (Woman You’ve Been Dreaming Of und Fire On The Floor), die den überwiegenden Teil des Albums ausmachen und eine andere Stärke von Beth Hart zeigen: die Fähigkeit, mit einer ungemein kraftvollen, rauhen und präsenten Stimme subtile, schöne Stücke zu singen, denen man sich gerne anvertraut.

Fazit: ein wunderbares Album, das zwischen minimalistisch arrangierten Stücken mit nichts als leiser Percussion und Piano und fulminantem Bluesrock mit Backgroundgesang changiert und eine mittlerweile 45jährige Musikern mit all ihren gesanglichen Facetten erlebbar macht.

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4 Kommentare zu “Fire On The Floor / Beth Hart

  1. Arrgl, Beth Hart, Steve Winwood und der sehr sehr verehrte BUDDY GUY spielen bei den Jazz Open, just an jenem Termin der für die Abschlussfeier unseres Ältesten vorgesehen ist ergo ist die Priorität klar. Sagt mein Göttergatte …ich hätte lieber Buddy Guy auf seinem einzigen Auftritt in Germany besucht. Salz in meine Wunden …
    Ähh, ja , wollte eigentlich beipflichten. Sie ist prächtig, auch mit Joe Bonamassa zusammen.

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    • Ich kenne diese Konflikte. Meiner ist aktuell Joe Bonamassa. Spielt nächste Woche in Hamburg und ICH MUSS ARBEITEN! Was priorität eindeutig unter Abschluss rangiert.😉
      Genieß die Feier und danach die CD. Lohnt sich!

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      • Bonamassa verpassen ist hart ( er hat sich allerdings in den letzten Jahren stimmlich verbessert , auch wenn er mir immer noch, und das ist Jammern auf allerhöchstem Niveau für einen ordentlichen Blueser immer noch einen Ticken zu perfekt ist -was beim Gitarre Spiel jetzt gar nicht stört 😉 ) , doch der ist Mitte 30 , Buddy Guy 80 …

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      • Ist ja wie mit Wein. Wird mit den Jahren besser, so ein richtiger Bluesmusiker. Leider ist die Barclaycard-Arena im Gegensatz zum Volksparkstadion nicht oben offen, so dass keine verwehten Klänge bei uns ankommen werden. So wird mich die Soundkonserve seines letzten Albums trösten müssen.

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