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Eric Clapton : Live in San Diego (with Special Guest JJ Cale)

Wenn ich ausnahmsweise mal wieder zu längeren einsamen Autofahrten komme wie jüngst bei einer nebenberuflichen Dienstfahrt, komme ich auch endlich mal wieder dazu, Musik zu hören statt die bei Autofahrten meist üblichen Kinderhörbücher. Damit will ich nichts grundsätzlich gegen Kinderhörbücher äußern und gleichzeitig betonen, dass es in der Maße fürchterlich schlechter auch viele ganz hervorragende Kinder-Hörbücher gibt und wir meistens auch überwiegend solche bei uns im Auto abspielen, an denen auch wir Erwachsene unsere Freude haben. Aber bei Musik ist es halt so: wenn ich sie im Auto höre, kommt bald ein Veto der Zwillinge, verbunden mit einer ostentativ nach vorne gereichten Kinder-CD. Singe ich mit, kommt dann auch gerne lautstarker Protest.

Gelobt sei also mein jüngst zu Ende gegangener Nebenjob, denn er bot mir unlängst die unverhoffte Gelegenheit zum geradezu rauschhaften Genuß gleich mehrerer CDs. Darunter auch diese. Was soll ich sagen? Clapton kennt, man, schätzt man und das die alte „Slowhand“ auch mit jetzt 72 Jahren nicht nur einiges auf der Gitarre hat, sondern auch spürbare Lebenserfahrung und -erleidung in seine Musik einfliessen lässt und sie damit besonders macht, ist auch kein wirkliches Geheimnis.

Jetzt also „Live in San Diego“ und das auch noch mit JJ Cale als Gast. Wie nicht anders zu erwarten, zeigt sich Clapton in der 2007 gemachten und erst 2016, drei Jahre nach dem Tod JJ Cales, veröffentlichten Aufnahme, als überaus virtuoser Gitarrenspieler, der mit seinen Griffen immer noch eine immense Frische und Virtuosität offenbart. Mit JJ Cale verband ihn eine lange Freundschaft, die man auf dem furiosen Album immer wieder zwischen den Klängen zu spüren glaubt. Ob es Cales „Cocaine“ oder „After Midnight“ oder Claptons Evergreens „Layla“ oder „Wonderful Tonight“ sind – in den fünf gemeinsam gespielten Stücken zeigen beide, wie grandios sie gerade auch gemeinsam spielen können und steigern sich gewissermaßen gegenseitig zu musikalischen Höhenflügen.

Zusammen mit den anderen Stücken ergibt das ein wunderbares Album, auf dem es nur so bluesrockt und man sich unwillkürlich von der Musik mitreissen lässt wie von einem wunderbar rollenden, wogenden Klang- und Gesangsmeer. In Verbindung mit der hervorragend besetzten Band ist hier eine aussergewöhnliche Livesession entstanden, der man sich kaum entziehen kann. Bestens geeignet für den Highway No. 1 zwischen Monterey und San Luis Obispo, alternativ auch für die Bundesstrasse 5 zwischen Süderlügum und Struckum.

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4 Kommentare zu “Eric Clapton : Live in San Diego (with Special Guest JJ Cale)

    • „Da nich für“, lieber Kai. Die Aufnahme ist so schön, dass man als leider des Gitarrenspiels nicht mächtiger Zuhörer unwillkürlich immer wieder zur Luftgitarre greift.
      Ein zauberhaftes langes Wochenende wünscht dir Jarg

      Gefällt mir

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