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Zitat am Freitag : Popper über Unwissenheit

Es dürfte uns gut tun, uns manchmal daran zu erinnern, dass wir zwar in dem Wenigen, das wir wissen, sehr verschieden sein mögen, dass wir aber in unserer grenzenlosen Unwissenheit alle gleich sind.
(It might be well for all of us to remember that, while differing widely in the various little bits we know, in our infinite ignorance we are all equal).

Karl Raimund Popper (1902-1994), österreichisch-britischer Philosoph

Quellen:
Von den Quellen unseres Wissens und unserer Unwissenheit. Vorlesung vor der Britischen Akademie am 20. Januar 1960. In: Vermutungen und Widerlegungen, Band 1, S. 45 books.google
On the Sources of Knowledge and of Ignorance. Annual Philosophical Lecture before the Britsh Academy 20 January 1960. In: Conjectures and Refutations – The Growth of Scientific Knowledge. p. 38 books.google

Bildquelle:
Wikimedia Commons, Aufruf am 3.8.3017 um 20:46 Uhr.
Source: http://www.flickr.com/photos/lselibrary/4072388266/
Author: Lucinda Douglas-Menzies
Licensing: Flickr’s The Commons

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3 Kommentare zu “Zitat am Freitag : Popper über Unwissenheit

  1. Wissen kann man nicht, denke ich. Denn das angebliche Wissen kommt von anderen Quellen, von denen wir nie wirklich beurteilen können, was wahr und was falsch ist. Erst wenn wir uns vor Ort von der Situation überzeugen, können wir das wissen oder Nichtwissen bestätigen. Ja, wir sind in unserer Unwissenheit gleich, und dass wir in dem Wissen, was wir wirklich besitzen, verschieden sind,dem stimme ich auch zu. Aber trotzdem sind wir in unserer Unwissenheit auch verschieden. Denn wenn man das Wort Unwissenheit trennt, entsteht Un-wissen. Interpretiere ich jetzt einfach mal mit “ wissen“, das unnütz ist. Und davon besitzen wir verschiedenes. Wobei eigentlich jedes wissen unnütz ist, wenn man sich nicht davon überzeugt.
    LG JONA

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  2. Nicht nur in unserer grenzenlosen Unwissenheit sind wir alle gleich. In allen wichtigen Bereichen sind wir ebenfalls alle gleich, unterscheiden wir uns gar nicht.

    Bewußtsein zum Beispiel.

    Bewußtheit ist nichts Persönliches, nichts Abgezirkeltes. Sie ist uns manchmal, oder oft, oder meistens oder fast immer gar nicht bewußt, die Bewußtheit, aber sie ist immer da. Wir können uns ihrer jederzeit wieder erinnern und… bewußt sein. Die Bewußtheit gehört keinem einzelnen Menschen; so wenig, wie der blaue Himmel über uns.

    Nur in der Peripherie unterscheiden wir uns ein bißchen durch die unterschiedlichen Ego-Strukturen, die speziellen Konditionierungen und durch die verschiedenen Wissens-, Bildungs-, Religions- und Erfahrungs-Kompendien. Klingt nach viel, ist aber im Vergleich gesehen, nicht der Rede wert.

    Also sollten wir von den paar Nuancen, durch die wir uns
    voneinander unterscheiden, nicht so viel Aufhebens machen.

    „Es dürfte uns gut tun, uns manchmal daran zu erinnern…“

    Allen ein heiters Wochenende
    bei vollem Bewußtsein
    wünscht Nirmalo

    Gefällt 1 Person

    • Lieber Nirmalo,
      danke für den feinen Kommentar. Gerade in hektischen Zeiten sollte man sich öfter mal daran erinnern, innehalten.
      Ein feines Wochenende dir!
      Herzlich, Jarg

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