Schwarzhase / Philippa Leathers

Eigentlich könnte alles so schön sein an diesem sonnigen Morgen, als Hase aus seinem Bau tritt. Doch da ist jemand: eine riesige schwarze Gestalt. Hase rennt weg – doch die Gestalt folgt ihm überall hin über die Felder, durch den Fluss und schliesslich bis an den Waldrand. In den dichten Wald aber traut sich das Ungetüm offenbar nicht und Hase kann beruhigt ein Möhrchen knabbern. Denkt er. Denn plötzlich

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Wie die Vögel / Germano Zullo. Illustriert von Albertine

Es gibt Bücher, die sehen auf den ersten Blick so einfach aus und sind doch kleine Kunstwerke.

Es beginnt mit ein paar einleitenden Worten über kleine Dinge, die Augenblicke zu etwas Besonderem machen können. Das sind die einzigen Worte in diesem Buch. Danach sehen wir eine Straße und auf dieser Straße einen Lastwagen, der sich uns nähert. Er hält an einem Steilhang und der Fahrer öffnet die Tür. Ein Vogel fliegt heraus, dem viele weitere unterschiedlichste Vögel folgen.

Der Mann sieht ihnen hinterher. Danach sieht er in den Lastwagen. Dort Weiterlesen

Der Bär, der nicht da war / Oren Lavie. Illustration: Wolf Erlbruch. Übersetzer: Harry Rowohlt

Erst ist war da ein Juckreiz. Der Juckreiz wurde größer und kratzte sich an einem Baum. Und dann wird aus dem Juckreiz ein gutgelaunter Bär, der entdeckt dass er eine Tasche hat. Darin steckt ein Zettel mit den Worten“Bist di ich?“ und einigen hilfreichen Winken nach denen er suchen könnte. Also macht sich der Bär auf den Weg durch den wundersamen Wald, der um ihn zu wachsen beginnt, trifft das Bequeme Bergrind und den Saumseligen Weiterlesen

Akim rennt / Claude K. Dubois

Ein kleiner Junge namens Akim spielt draussen mit anderen Kindern. Alles scheint wie immer, obwohl in der Ferne ein Krieg tobt. Doch plötzlich ist der Krieg ganz nah – es fallen Bomben, Menschen fliehen. Akim flieht auch – doch daheim ist niemand mehr und sein Haus zerstört. Akim rennt weiter, schliesst sich Weiterlesen

Die Regeln des Sommers / Shaun Tan

Nie die Regeln verletzen. Schon gar nicht, wenn du sie nicht verstehst. (Zitat)

Die Geschichten von Shaun Tan, die sich im Grenzbereich zwischen Bilderbuch und Graphic Novel bewegen, sind für mich etwas absolut besonderes: der australische Illustrator und Schriftsteller schafft in seinen Werken eine ganz eigene Atmosphäre voller Widersprüche, Befremdungen und subtiler, nicht auf das offensichtliche zielender Anspielungen. In den von ihm geschaffenen Welten spiegelt sich die reale Welt der Menschen wie in einem seltsamen Zerrspiegel: sie sind gleichzeitig befremdend wie vertraut, verbinden auf verstörend-berührende Weise beruhigende und beunruhigende Elemente, universelle Emotionen mit scheinbar lokal verorteten Befindlichkeiten und Riten.

Auf Jargsblog begeistere er bereits mit „Die Fundsache“, den „Geschichten aus der Vorstadt des Universums“, „Ein neues Land“ und „Der rote Baum“. Mit „Die Regeln des Sommers“ erhielt ich zum Geburtstag jetzt ein neues Buch von ihm.

Es geht um Regeln. Niemand weiß, wer Weiterlesen