Die Welt der Wunderlichs / Regie: Dany Levy. Darst.: Katharina Scüttler; Peter Simonischek; Christiane Paul […]

Mimi Wunderlich aus Mannheim ist alleinerziehend und hat es nicht leicht: sie hangelt sich von Job zu Job, muss immer wieder die Dinge ausbaden, die ihr hyperaktiver Sohn angerichtet hat, verzweifelt an dessen heruntergekommenem Erzeuger, einem errfolglosen Musiker, an ihrem eigenen, manisch-depressivem Vater und dem Rest der neurotischen Familie. An einem ganz normalen, hoch chaotischen Tag kulminiert ihr Leben scheinbar Weiterlesen

Adel verplichtet / Regie & Drehb.: Robert Hamer n. d. Roman v. Roy Horniman. Darst.: Alec Guiness ; Valerie Hobson ; Dennis Price …

England, Anfang des 20. Jahrhunderts. Louis D’Ascoyne Mazzini hat es nicht leicht: seine Mutter war zwar die Tochter des 7. Herzogs von Chalfont, des Oberhauptes der adelsstolzen Familie D’Ascoyne auf Chalfont Castle, aber sein Vater leider nur der italienische Opernsänger Mazzini: dadurch wurde seiner Mutter aus der Familie D’Ascoyne verstoßen.

Louis wächst nicht nur unter ärmlichen Verhältnissen in London-Clapham auf, sondern steht auch in der Erbfolge der Chalfonts weit, sehr weit hinter den anderen Mitgliedern der Familie D’Ascoyne zurück. Seine Mutter erzieht ihn aber Weiterlesen

Sing / Regie & Drehb.: Garth Jennings

Zunächst war ich etwas skeptisch, als meine Kinder mich und meinen Schwager in die Hamburger Zeisehallen lockten, um den Animationsfilm „Sing“ zu gucken. Das mulmige Gefühl wich aber schon nach kurzer Zeit und machte der Empfindung Platz, einem gleichermaßen für Erwachsene wie für Kinder geeigneten cineastischen Filmspaß beigewohnt zu haben: mittlerweile habe ich den Film, der unlängst auf DVD erschienen ist, mit der Familie ein zweites Mal gesehen.

Worum geht es? Die Welt, in der „Sing“ spielt, ist Weiterlesen

Ladykillers / Regie: Alexander Mackendrick. Darst.: Alec Guiness, Cecil Parker, Herbert Lom, Peter Sellers.

London, 50er Jahre des 20. Jahrhunderts. Der distinguiert erscheinde Prof. Marcus mietet sich bei der naiven Mrs. Wilberforce in King’s Cross ein, deren Haus über dem Eingang eines Eisenbahntunnels liegt. Hier plant er mit seinen Kumpanen den Überfall auf einen Geldtransport. Gegenüber der alten Dame geben sie sich als Kammerorchester aus: vorgeblich über sie das Menuett“ von Boccherini, spielen das Stück allerdings nur vom Grammophon.

Der Überfall glückt, doch ungeschickterweise öffnet sich der Cellokasten eines Bandenmitglieds und die Banknoten ergiessen sich direkt vor Mrs. Wilberforce Augen auf den Flur. Entsetzt Weiterlesen

El Olivo – Der Olivenbaum / Regie: Icíar Bollaín. Drehb.: Paul Laverty. Schauspieler: Anna Castillo, Javier Gutiérrez, Pep Ambròs […]

Während der Finanzkrise sah sich mancher spanische Olivenbauer gezwungen, ale Bäume ins Ausland an solvente Firmen zu verkaufen. So ging es auch der Familie der jungen Anna: auf Betreiben ihres Vaters verkauften sie für 30.000 € gegen den Widerstand von Ramón, Annas Großvater, den fast 2000 Jahre alten knorrigen Olivenbaum, auf dem Anna schon als Kind gespielt hat. Seitdem schlägt sich die Familie, die in ein später Plete gegangenen Restaurant investiert hatte und weiterhin Olivenanbau betreibt, zusätzlich mühsam mit Einnahmen aus der Massenaufzucht von Hühnern durch. Anna ist mit ihrem Vater zerstritten, Annas Onkel Alcachofa hat nicht nur seine Spedition veroren, sondern auch seine Frau Estrella. Ramón selbst, der Patriarch der Familie, spricht nicht mehr, seit der Olivenbaum verkauft wurde.

Anna ist der festen Überzeugung, dass der Verkauf des Baumes am Unglück ihrer Familie schuld ist. Als es Ramón immer schlechter geht, fasst Anna einen Entschluss: sie will Weiterlesen

Miss Doubtfire : Das stachelige Kindermädchen / Regie: Chris Columbis. Darst.: Robin Williams ; Sally Field ; Lisa Jakub; Matthew Lawrence; Mara Wilson: Pierce Brosnan […]

Daniel, ein erfolgloser Schauspieler und Synchronsprecher, ist verheiratet mit der erfolgreichen Miranda und hat mit ihr drei Kinder. Seine Familie geht dem chaotischen, impulsiven Daniel über alles: daher fällt er aus allen Wolken, als Weiterlesen

Wall-E – Der letzte räumt die Erde auf / Regie: Andrew Stanton

Längst haben die Menschen die durch Umweltverschmutzung und Konsum unbewohnbare Erde verlassen. Und doch bewegt sich nach 700 Jahren Exodus noch etwas emsig auf dem Planeten: der kleine Roboter Wall-E, der letzte Roboter, der noch mit dem Aufräumen auf der Erde beschäftigt ist: er fährt jeden Tag raus, sammelt Müll und presst Schrottballen. Über die Jahre hat Wall-E jedoch einige roboteruntypische Eigenschaften entwickelt und verfügt jetzt über Persönlichkeit. Er sammelt besonderen Müll, sortiert ihn und fühlt sich einsam.

Umso aufgeregter ist Wall-E, als eines Tages ein riesiges Raumschiff landet und eine Robotersonde namens EVE absetzt. EVE verhält sich seltsam, doch Wall-E lässt nicht locker. Als eines Tages das riesige Raumschiff wieder zurückkehrt, beschleunigt sich Wall-E’s Leben plötzlich rasant – und plötzlich hat er die Verantwortung für die Zukunft der in die Weiten des Alls verschwundenen Menschheit …

Wall-E ist ein besonderer Zeichentrickfilm, der im ersten, nahezu sprachlosen Drittel von geradezu poetischer Schönheit und sehr berührend ist. Rasch gewinnt der Film danach an Fahrt und glänzt mit einer Fülle kreativer Details, überaus witzigen und prägnanten Charakteren und einem furiosen Finish. Etliche filmische Zitate stammen aus Science-Fiction-Klassikern, erweisen ihnen Referenz und erlauben sich doch mancherlei Spaß damit. Zugleich zeichnet der Film ein düsteres Bild von der möglichen Zukunft der Menschheit als fettleibige, unbewegliche und permanent durch Technik betreute Raumschiffpassagiere, nicht ohne am Ende über Wall-E’s tapferen Einsatz einen Hoffnungsschimmer zu geben.

Am Ende dieses beglückend schönen und aberwitzigen Trickfilm möchte man – um mit Georg Seeßlen zu sprechen – „am liebsten noch ein halbes Stündchen mit Wall-E im Müll verbringe“. Beste Trickfilmunterhaltung mit Niveau und zahllosen wunderbaren Details für die ganze Familie. Erfolgreich zwillingsgetestet und für alle.