A Kiss Before You Go / Katzenjammer

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In Deutschland wurde die 2005 gegründete norwegische All-Women-Band ja erst verspätet bekannt, denn ihr erstes und bereits auf Jargsblog gefeiertes Album „Le Pop“ erschien in Deutschland erst mit über einem Jahr Verspätung. Die nach der Comicserie „The Katzenjammer Kids“ benannte Band legt mit „A Kiss Before You Go“ nun eine fulminante zweite CD vor: auch hier begeistern Katzenjammer mit virtuoser Musik, die von Weiterlesen

Die Mathematik der Anna Depenbusch / Anna Depenbusch

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Eigentlich sollte das eine ganz intime Platte werden: Anna Depenbusch mit Klavier. Sonst nichts. Was daraus geworden ist, ist schwer auf eine Formel zu bringen: aber da ist jetzt ein ganzes Orchester dabei und ein Haufen extravaganter Instrumente und Geräusche. Aber es irrt, wer hier einen wilden Stilmix ohne roten Faden erwartet: „Die Mathematik der Anna Depenbusch“ überzeugt vor allem durch Weiterlesen

Vom Wunderkind zum Spätentwickler / Michael Krebs

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Die Schwaben sind bekanntlich überall (und Jarg muss es wissen, da mit einer Schwäbin verheiratet). Michael Krebs stammt ursprünglich aus Neu-Kupfer, einem kleinen Dorf in der leider hier im Norden viel zu unbekannten schwäbischem Provinz Hohenlohe, einem von unzähligen Gewerbegebieten abgesehen durchaus idyllischen, urlaubswerten Landstrich unweit Heilbronn und Stuttgart.
„Irgendwas zwischen Sex, Musik und Neugier zog ihn 1993 ins ferne Hamburg hinaus“. Dort lernte er intensiv die Kunst des Pianospiels, was jedoch seiner ersten großen Liebe Melanie nicht nachhaltig imponierte. Doch die unglückliche Liebe befeuert ja bekanntermaßen jeden Künstler, und so trat er alsbald auf im Quatsch-Comedy-Club, im Schmidt-Theater, bei Nightwash, ja hatte in der Hamburger Motte bald seine eigene Show, den Spätzles-Club. Und es kam, wie es kommen musste: bald entstand das erste Live-Album: „Vom Wunderkind zum Spätentwickler“. Und hier wird diese Besprechung nachhaltig ernst und seriös: denn was uns Michael Krebs mit seinem ersten Album bot, ist Weiterlesen

Swanlights / Anthony and the Johnsons

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Nach dem dunkel-melancholischen, introvertierten The crying light legen Anthony and the Johnsons ein weiteres Album mit wundervollem Kammerpop vor, dem die volle Aufmerksamkeit des Ohres zu schenken sich in jeder Hinsicht lohnt. War „The crying light“ ausgesprochen zurückhalten arrangiert, lässt sich das Ausnahmetalent Anthony Hegarty diesmal von geradezu üppigen Instrumentierungen mit Streichern, Gitarrensoli, ja Bläsern begleiten. Und wieder springt der Weiterlesen

No. 1 Hits / Erdmöbel

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Ich neige ja beim Musikhören zugegebener Weise zu Extremismus. Das war bei den Kings of Convenience so, die mir mehrere Wochen nicht aus den Ohren gingen, auch wenn ich die Kopfhörer nicht aufhatte. Und das wird bei Erdmöbel so sein. Nachdem ich die Band mit „Krokus“ in den letzten Tagen für mich entdeckt habe, musste natürlich nach-erdmöbliert werden, da die Neugier auf bisherige Alben der Band mit jedem gehörten Ton stieg. Und da kamen mir die „No. 1 Hits“ entgegen. Nun ist ja oft nichts schlimmer, als bereits hinlänglich bekannte Lieder zu covern. Aber was Erdmöbel aus den Chartstürmern vergangener Jahre in deutscher Übersetzung und Nachinterpretation macht, ist Weiterlesen

Katzenjammer: Le Pop

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Katzenjammer muss nicht schlimm sein – dieser hier in Form von „Le Pop“ ist Musik wie ein Nachmittag in einem abgefahrenen Zirkus, ein Abend in einer Nebenstrassen-Bar, ein Tag auf einem leicht verwahrlosten Weiterlesen

LaBrassBanda: Übersee

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LaBrassBanda? Bläser aus Bayern mit bayerischen Texten, das kann ja nichts sein, denkt der Norddeutsche? Und die treten auch noch mit blossen Füssen in der Krachledernen auf. Böse Vorahnungen an Musikantenstadl und ähnliche Institutionen der Vorhölle kommen auf.

Aber ein Album aus Bayern, dass „Übersee“ heisst? Mal in das Autoradio schieben und reinhören. Und da passiert es Weiterlesen