Keine Gefahr / Dota Kehr

Ich melde mich ab / Ich will einen Pass, wo Erdenbewohner drin steht / Einfach nur Erdenbewohner / Sag mir bitte wohin man da geht
Zitat aus: „Grenzen“

Nach dem wunderbaren, eher zurückhaltend instrumentierten Wo soll ich suchen“ legt Dota Kehr mit ihrer Band ein neues Album vor, dass sich am Puls der Zeit bewegt und zugleich aus ihr herausfällt. Erneut stellt sie unter Beweis, dass Singer/Songwriter-Pop auch in Deutschland eindrucksvolle Weiterlesen

Flüssiges Glück / Enno Bunger

Wieder einmal gilt es hier Musik vorzustellen, die unverzeihlicherweise bisher komplett an meinem Ohr vorbeigegangen ist. Trotzdem der Künstler, den es hier zu würdigen gilt, seinen Lebensmittelpunkt derzeit in meiner Heimatstadt Hamburg hat.

Nun könnte man mir natürlich daraus den Vorwurf machen, aufgrund sentimentaler Verblendung das aktuelle Album „Flüssiges Glück“ hier – wie bereits jetzt anzukündigen ist, in höchsten Tönen zu loben: schliesslich findet sich auf dem Album eine etwa zehnminütige melancholische Liebeserklärung an Weiterlesen

Zwischen den Runden / Kettcar

Und du spürst es, es wir nichts mehr werden,
du fühlst es, wie tausende Scherben,
und siehst, wie der große Plan zerfällt.
Kommt zusammen, nach schlaflosen Nächten,
kommt zusammen, nach letzten Gefechten,
im allergrößten Club der Welt.

(Im Club / Kettcar. Zitiert nach: songtexte: http://www.songtextemania.com/im_club_songtext_kettcar.html)

Die 2001 gegründete Band Kettcar aus Hamburg ist aus unerfindlichen Gründen bisher komplett an mir vorbeigegangen: mit „Zwischen den Runden“ legten sie 2012 ihr viertes Album vor, dass ich mir vor Kurzem auf den MP3-Player lud, bevor ich zum Joggen aufbrach. Seitdem habe ich das Album mehrfach gehört und bin jedes Mal erneut begeistert und beglückt zugleich über diese für mich neue musikalische Entdeckung, die nicht nur das „musikalische“, sondern auch das „lyrische Ich“ anzusprechen vermag
Auf „Zwischen den Runden“ stellen sich Texte und Melodien trotzig und mit subkutaner Weiterlesen

My Head Is An Animal / Of Monsters and Men

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We are far from home / but we’re so happy / we came here on his back / and we caught your eye / the salty ocean wind / made the seagulls cry („From Finner“, Of Monsters an Men)

Immer mal wieder begegnet einem eine Band, deren Songs direkt in den Bauch gehen: so geht es mir auch mit dem ersten Album der isländischen Band Of Monsters and Men. Die Band gewann 2010 den isländischen Bandwettbewerb Músiktilraunir und wird bei Auftritten und auch auf dieser zuerst 2011 in Island und jetzt endlich auch in Deutschland vorgelegten CD gelegentlich von der Trompeterin Ragnhildur Gunnarsdóttir unterstützt.

Mit „My head is an animal“ legt die Band ein furioses Debüt vor, dass einen sofort an die wunderbare, schon fast legendäre kanadische Rockband Weiterlesen

The Something Rain / Tindersticks

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„At the albums heart lies the memory of the people we have lost in these last two years, but we were in no mood to be maudlin. It’s to them. But it’s for us. We are still drinking, laughing, crying, fighting, fucking, making our music. They wouldn’t have wanted it any other way.“ (Tindersticks-Frontmann Stuart A. Staples zu „The Something Rain“)
Es gibt Musikalben, deren Songs Geschichten erzählen, denen man wieder und wieder zuhört, als wären sie der Soundtrack zu einem Film, der vor dem inneren Auge abläuft, während man den Songtexten lauscht, getragen vom Klang der Musik.
Mit „The Something Rain“ ist der mittlerweile gut zwanzig Jahre alten britischen Independent-Band Tindersticks ein solches Album gelungen. Stuart A. Staples warme, rauhe Weiterlesen

I am the man / Simone White.

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Vielleicht geht es Ihnen genauso: sie haben ein brandneues Musikalbum gehört, sind schwer begeistert von dem neuentdeckten Künstler und forschen nach früheren Veröffentlichungen. So ging es mir bei Simone White, deren Album „Yakiimo“ bereits auf Jargsblog empfohlen wurde.
Auch mit „I am the man“ erfüllt die kalifornische Songwriterin die Erwartungen, die ihr drittes Album „Yakiimo“ bei mir geweckt hatte: ein Weiterlesen

Rome / Danger Mouse & Daniele Luppi. Starring Jack White & Norah Jones

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Musik kann weite Räume eröffnen, einen komplett aus der Zeit schleudern und im besten Sinne anachronistisch sein. Mit „Rome“ hat der umtriebige Produzent Brian Joseph Burton alias Danger Mouse ein gigantisches akustisches Erlebnis vorgelegt, das aus unserer durchdigitalisierten Welt fällt, komplett analog mit Technik und Instrumenten der 70er Jahre live eingespielt wurde und sich als Hommage an die Weiterlesen