Heart of Memphis / Robin McKelle & The Flytones

Die 38jährige Robin McKelle, die in der 2000er Jahren mit Bigband-Jazz und später mit Jazz und Soul-Jazz erste Erfolge hatte und bereits früh mit Sarah Vaughn und Ella Fitzgerald verglichen wurde, war bisher an meiner Ohrschnittstelle völlig vorbeigegangen. Mit dem 2014er Album „Heart of Memphis“, das menühaft in „Apetizers“, „Main Course“ und „Desserts“ gegliedert ist, geriet sie nun endlich spät, aber nicht zu spät auch auf mein Medienradar: was für eine ohrkulinarische Entdeckung!

Das Album, dass bis auf zwei Coverversionen („Please don’t let me be misunderstood“ und „Forgetting you“) aus eigenen Songs besteht, widmet sich ganz dem Weiterlesen

For In My Way It Lies / Jesper Munk

For in my way it lies’ heißt so viel wie ‘for he’s in my way’. Macbeth bezieht diese Aussage auf Malcom, die Hürde, die er nehmen muss, um König zu werden. Ich fand die Wortästhetik sehr schön und die Bedeutung der Hürde passt gut zu der Lage, in der man sich mit 20 Jahren befindet. Ich meine damit die Hindernisse, die man beim Werden überwinden muss. Ich habe das Zitat zuerst in den Song ‘The Everlasting Good’ eingebaut, welcher für eine sehr besondere Frau und Shakespeare-Liebhaberin geschrieben wurde, dann wurde der Titel des Albums daraus.(Jesper Munk. Quelle: Kultmucke, Seitenaufruf am 24.9.2013)

Superlative wie „Einzigartige Neuentdeckung“ oder lassen mich ja immer ein wenig skeptisch werden und auch das Label „ehemaliger Straßenmusiker“ muss nicht unbedingt der Ausweis für außergewöhnliche, mitreissende Musik sein, sondern kann auch für schrecklichstes U-Bahn-Klampfgeschrammel stehen: dafür gibt es zuviele hochgepushte One-Hit-Wonder, zuviel Popstars-Sternchen und Superstaraspiranten, zuviele Wunderkinder, deren Lieder dünn und wenig überzeugend aus den Lautsprechern zirpen und wenig mehr hinterlassen als ein Rauschen im Ohr.

Mit dieser Haltung im Kopf fällt mein Blick auf das künstlich angeranzte CD-Cover von Weiterlesen

Don’t explain / Joe Bonamassa & Beth Hart


Wenn zwei außergewöhnliche musikalische Talente wie Sängerin Beth Hart und der Bluesgitarrist Joe Bonamassa sich zusammentun, sind die Erwartungen des verwöhnten Publikums entsprechend hoch. Um dies vorwegzunehmen: die Erwartungen werden nicht enttäuscht – im Gegenteil.
Insgesamt zehn gecoverte Tracks haben die befreundeten Musiker hier zusammengestellt – bekanntere und unbekanntere Songs, deren Bandbreite von Jazz zu Blues, von Soul zu klassischem Rock reicht. Bill Withers, Billie Holiday, Tom Waits, Ray Charles, Melody Gardot, Aretha Weiterlesen

Gnarls Barkley: The odd couple

null
Das zweite Album von Gnarls Barkley ist benannt nach den Filmen mit Jack Lemmon und Walter Matthau, und genau so ein „Odd couple“ sind auch Cee-Lo Green (Thomas DeCarlo) und Danger Mouse (Brian Burton), die nicht gerade als Schönlinge zu bezeichnen sind und reichlich schräg daherkommen. Was sie abliefern, ist eine ausgesprochen schöne Melange aus Weiterlesen

Heinzmann, Stefanie: Roots to grow

null
Castingshows kann und sollte man ja durchaus kritisch sehen, und so mancher daraus vorgespülte Musiker hätte besser beim Singen unter der Dusche bleiben sollen statt uns mit seinem belanglosen dünnstimmigen Geplärre zu quälen. Bei Stefanie Heinzmann, einer jungen Schweizerin, 2008 aus Stefan Raabs Castingshow hervorgegangen, scheint Weiterlesen