Leolo / Regie u. Drehb.: Jean-Claude Lauzon. Darst.: Maxime Collin, Ginette Reno, Julien Guiomar, Pierre Bourgault (…)

Weil ich träume bin ich nicht.
Denn wenn ich träume bin ich nicht verrückt.
Weil ich mich meinen Träumen überlasse in der Nacht.
Bevor mich der Tag empfängt.
Weil ich nicht liebe.
Weil ich Angst habe zu lieben.
Ich träume nicht mehr.
Ich träume nicht mehr.“. (Filmzitat)

Montreal. Der 14jährige Leo Lauzon lebt mit seiner Familie in armen, beengten und bedrückenden Verhältnissen, umgeben von Gewalt, sinnlos erscheinendem Alltag und offenbar wahnsinnigen Verwandten. Leo mag sich nicht an das Erwachsenenleben gewöhnen und flüchtet in die Fantasie, in Tagträume: er stellt sich vor, nicht von seinem Vater gezeugt worden zu sein, sondern durch Weiterlesen

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Ich & Monsieur Lavoie : Roman / Marie-Renée Lavoie

Quebec, Kanada, in den 1980er Jahren. Sie nennt sich Joe und behauptet, zehn Jahre alt zu sein. Dabei ist Hélène, die ein wenig anders ist als andere Kinder ihres Alters, erst acht, und ausgesprochen klein und zierlich. Aber um in ihrem etwas heruntergekommenen Viertel als Zeitungsausträgerin arbeiten zu können, muss sie ein wenig blöffen. Oft fühlt sich Joe einsam in ihrer Familie, die aus drei Schwestern und den als Lehrer arbeitenden Eltern besteht: ihre Mutter Weiterlesen

Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend / Andreas Altmann


„Kein Kind wird je fassen, dass es sich ohne Liebe zurechtfinden muss, dass die einen geliebt wurden und die anderen nicht. Verfügt jener, der leer ausging, aber über genug Nerven, wird er die Hintergründe aufspüren, warum seine Eltern ihn nicht liebten“.
Man kann sich vielleicht vorstellen, dass eine Jugend im erzkatholischen Altötting in den dumpfen 50er und den freiheitsliebenden 60er Jahren nicht ganz einfach war. Dann erfährt man, das der Autor Sohn eines Devotionalienhändlers war, also eine Verkäufers für religiösen Erbauungskitsch und sieht eine noch enger reglementierte, enge Jugendzeit vor sich. Was Andreas Altmann, einer von Deutschlands besten Reiseschriftstellern, dann in seinem Buch berichtet, verschlägt einem vor Erschütterung die Sprache:
Er wächst als drittes von vier Geschwistern auf mit einem Vater, der an der Weiterlesen

Am Ende eines Sommers : Roman / Isabel Ashdown

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Zwei Romane gleichzeitig scheinen in diesem Buch zu stecken und am Ende miteinander zu veschmelzen: da ist zunächst die Geschichte von Mary, die von sich und Rachel erzählt, zwei lebenshungrigen, sich nahestehenden Schwestern, die den Kontakt zueinander verlieren, als die jüngere Anfang der 70er Jahre aus den engen Familienbanden ausbricht und von den Eltern verstoßen wird.
Eng damt verbunden ist die Geschichte von Jake, einen 13jährigen Jungen in den 1980er Jahren, dessen älterer Bruder gerade von zuhause ausgerissen ist und dessen Vater Billy sich Weiterlesen

Liefers, Jan Josef: Soundtrack meiner Kindheit

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Man kennt Jan Josef Liefers aus dem Münster-Tatort und hält ihn im Allgemeinen für einen fest in Westdeutschland verwurzelten Schauspieler. Doch tatsächlich ist der 1964 in Dresden geborene Schauspieler, der nebenbei auch noch Musik mit der Band „Oblivion“ macht, in der DDR aufgewachsen. Durch die Konzerte von „Oblivion“, die stets auch mit Weiterlesen

Walls, Jeannette : Schloss aus Glas

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Ein Abend im März, kalt, stürmisch. Die bekannte Journalistin Jeanette Walls ist unterwegs zu einer Party. Plötzlich sieht sie vom Taxi aus eine in Lumpen gekleidete, verwahrloste Frau, die einen Müllcontainer durchwühlt, und erkennt ihre eigene Mutter. Schockiert kehrt sie in ihre teure Wohnung zurück – und beginnt schliesslich, die Erinnerungen an ihre bizarre Kindheit aufzuschreiben.

Sie berichtet vom abenteuerlichen Aufwachsen in einer Familie jenseits aller gesellschaftlichen Normen und Konventionen, mit einem Vater, der sowohl Erfinder und Geschichtenerzähler als auch Weiterlesen