Total verrückt! – Kann es wirklich Frösche regnen? So unglaublich ist unsere Welt / Andrea Mills

Berge in China, die so bunt sind, dass sie aussehen wie bemalt, blaue Eislabyrinthe auf Island, unterirdische Städte in der Türkei, die größte Tomatenschlacht der Welt, tanzende Spinnen, Asseln, die in Fischmäulern die Position der Zunge einnehmen und wandernde Steine – die Welt ist voller rätselhafter, bizarrer Phänomene. „Total verrückt!“ stellt auf fast 200 Seiten eine Reihe erstaunlicher Erscheinungen vor, die überwiegend natürlichen Ursprungs sind, oft aber auch gewollt oder durch Zufall durch den Weiterlesen

Wildes Patagonien [BBC Earth]

Patagonien ist einer einsamsten Landstriche des Planeten. Nur wenige Menschen siedeln hier in einer vergleichsweise rauhen Umgebung, so dass die Natur überwiegend sich selbst überlassen bleibt. Atlantik und Pazifik treffen an seiner südlichsten Spitze zusammen und bestimmen das Wetter der von den Ausläufern der Anden durchzogenen Südspitze des südamerikanischen Kontinents. Hohe, schroffe Berge, Vulkane, karge Wüsten, rauhe Küstenabschnitte und weites Grasland bestimmen das Landschaftsbild.

Die BBC-Dokumentation zeigt in drei Abschnitten (land der Vulkane, Im Schatten der Anden, Das Ende der Welt) die Schönheit Patagoniens und seine Weiterlesen

Eichhörnchen ganz nah: Die Geschichte einer Freundschaft / Heike Adam ; Rainer Kauffelt

Wer kennt das nicht: man hört ein Eichhörnchen, sieht es vielleicht gar und bleibt abrupt stehen in der Hoffnung, es eine Weile beobachten zu können. Für Heike Adam und Rainer Kauffelt, die vor einiger Zeit ein Häuschen am Sulzbach im Taunus bezogen haben, kam es noch besser: sie haben einen Garten, in dem Eichhörnchen wohnen und sich mit ihrem Nachwuchs regelmäßig blicken lassen. Für die beiden Autoren bot sich damit die Gelegenheit, die niedlichen, geschäftigen Tierchen von ganz nah zu beobachten und über ihr Leben mit Wort und Bild bald auf Weiterlesen

Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur / Andrea Wulf

Humboldt trug die Daten zusammen, die er brauchte, um die Natur als einheitliches Ganzes zu begreifen. Wenn sie ein Netz des Lebens war, reichte es nicht, sie mit den Augen eines Botanikers, eines Geologen oder einen Zoologen zu betrachten. Er benötigte Informationen von überall, sagte Humboldt, weil „Beobachtungen aus den verschiedenen Erdstrichen miteinander verglichen werden“ müssen. Er trug so viele Ergebnisse zusammen und stellte so viele Fragen, dass einige Leute ihn für dumm hielten, weil er sich nach „Selbstverständlichkeiten“ erkundigte. Einer der Führer berichtete, Humboldts Jackentaschen waren wie die eines kleinen Jungen – vollgestopft mit Pflanzen, Steinen und Papierschnipseln. Nichts war zu klein oder zu unbedeutend, um nicht untersucht zu werden. Alles hatte seinen Platz in dem großen Teppich, den das Leben knüpfte. (S. 125)

Die Bedeutung Alexander von Humboldts für unser heutiges Verständnis der Natur kann gar nicht hoch genug geschätzt werden. Der Kosmopolit Humboldt, der vielleicht einer der letzten Universalgelehrten und zu seiner Zeit weltberühmt und global vernetzt war, ist trotzdem heutzutage weitgehend vergessen. Die 1972 in Indien geborene, in Deutschland aufgewachsene und in Großbritannien lebende Kulturwissenschaftlerin Andrea Wulf legt mit ihrem Buch „Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur“ mehr als eine Biografie vor.

Ihr in fünf Teile gegliedertes Buch folgt den Lebensspuren Humboldts, beleuchtet dabei seine frühe Faszination für Weiterlesen

Deutschlands wilde Wölfe / Axel Gomille

Vor über hundert Jahren wurden die letzten Wölfe in Deutschland erlegt. Bis in die 1990er Jahre tauchten die faszinierenden Raubtiere nur noch selten in unseren durch die Agrarindustrie durchstrukturierten Landschaften auf. Wenn überhaupt, gab es Wölfe allenfalls in Zoos und Wildparks zu sehen, wo sie aufgrund der räumlichen Enge ein zum Teil vollkommen anderes Sozialverhalten an den Tag legen als in freier Wildbahn. Doch um das Jahr 2000 herum begann sich das zu ändern: Wölfe wanderten aus dem Osten zu, erster Nachwuchs stellte sich ein.

Heute leben in Deutschland etwa 31 Wolfsrudel, acht Paare und dazu ein paar Einzelgänger: insgesamt vermutlich über 300 Tiere. Insgesamt wäre in Deutschland Lebensraum genug für etwa 440 Wolfrudel. Sofern man sie lässt und ihnen geeignete Gebiete nicht streitig macht, können Wölfe recht unauffällig neben uns Menschen leben. Der Fotograf und ZDF-Redakteur Axel Gomille geht in Weiterlesen