In den Bergen der Kopfjäger : Indiens wilder Nordosten / Peter van Ham

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Der aufgrund seiner Forschungsarbeiten über Indien international anerkannte Peter van Ham bereist seit vielen Jahren die hierzulande kaum bekannte Region der „Sieben Schwestern Indiens“: im Nordosten des Subkontinents gelegen, zeichnen sich diese nahezu vergessenen Bundesstaaten zwischen Tibet und Burma, die lange Sperrgebiet war, nicht nur durch ihre urtümlichen, schwer Weiterlesen

Masala Highway : Abenteuer Alltag in Indien / Gabriel A. Neumann

Die kleine Testreihe mit E-Book-Readern in Verbindung mit der Onleihe führt mich gegenwärtig zu Büchern, an denen ich bisher vorbeigegangen bin bzw. die meinem nach Besonderheiten auf dem Buchmarkt suchenden Auge entgangen sind. So lud ich mir im Januar das Buch „Masala Highway“ von Gabriel A. Neumann auf den Kobo Mini, später auf den Kobo Glo – und war beeindruckt.
„Masala“ hat er sein Buch genannt und so nennen sich indische Gewürzmischungen, die es in einer Vielzahl von regionalen und persönlichen Varianten in diesem riesigen Land gibt, dessen Kultur der unseren auf den ersten Blick ziemlich fremd erscheinen mag. Neumann zeichnet allein sich aufgrund der Tatsache, dass er bisher mehr als zehn Jahre in Indien verbracht hat, als ausgesprochen Weiterlesen

The longest way : 4646 Kilometer zu Fuß durch China / Christoph Rehage

„Wenn ich zu Fuß unterwegs bin, habe ich das Gefühl, nicht fehl am Platz zu sein. Es ist, als ob jeder Ort am Weg, den ich mir erlaufen habe, ein bisschen zu mir gehören würde, und ich fühle mich nicht ganz fremd. Das ist vielleicht das Schönste daran“ (The longest way, S. 253)

Der 1981 geborene Christoph Rehage, der in München Sinologie studiert hat und in Peking an der Filmhochschule seinen Abschluss in Kameraführung, beschließt 2007, von Peking aus bis zu seinem Heimatort Bad Nenndorf zu Fuß zu laufen: am Morgen seines 26. Geburtstages startet er. Er möchte auf seinem Weg den Menschen und Kulturen Asiens auf eine möglichst bodenständige Art begegnen und sich zugleich während des langen Marsches überlegen, wie sein Leben nach der Rückkehr nach Deutschland machen. Er nennt sich dabei meist Leike, was soviel heißt wie „Eroberer des Donners“. Stets dabei in seinen Gedanken sind seine Gefühle für Juli, einer Chinesin aus Sichuan, und die Ungewissheit, die über der Beziehung der beiden schwebt …
Rehages Lauf durch China, den er nach 4646 wechselhaften Kilometern unterbrach und Weiterlesen

Jargsblogs Beste 2012: Sachbücher

Auch bei den Sachbüchern gab es in diesem Jahr einige bemerkenswerte, anregende und schöne Lektüren, die an dieser Stelle keinesfalls fehlen sollten. Die Auswahl ist auch hier nicht einfach: aus den auf Jargsblog rezensierten Büchern habe ich letztlich zehn ausgewählt, die mich in diesem Jahr besonders beschäftigt und begeistert haben:


Den Blick für die Natur um uns herum in Stadt und Land schärft das hervorragend illustrierte und schön edierte „Naturgenies : die verblüffenden Tricks der Tiere und Pflanzen“, das nicht nur eine kleine Einführung in die Entstehung und den Aufbau allen Lebens bietet, sondern mit einem Weiterlesen

Afrika : mit dem Fahrrad in einer andere Welt / Joachim Held

Afrika und insbesondere der afrikanische Westen und Zentralafrika sind für viele von uns Terra incognita: die Nachrichten, die wir aus Afrika erhalten, zeichnen das Bild eines armen, von Gewalt, Ausbeutung und Korruption geprägten Kontinents. Der Journalist, Autor und erfahrene Tourenradler Joachim Held, der mit dreizehn Jahren seine erste Fahrradreise durch Südfrankreich machte, radelt im August 2008 in Deutschland los mit dem vagen Ziel, nach Afrika zu fahren. Ohne seinen Weg Weiterlesen

Schrecklich amüsant – aber in Zukunft ohne mich / David Foster Wallace. Vollst. Hörbuchfassung. Gelesen von Dietmar Bär

Mit „Schrecklich amüsant – aber in Zukunft ohne mich„, dem bitterbösen Bericht über eine höllenhafe Karibikkreuzfahrt, hat Jarg vor wenigen Wochen den Schriftsteller David Foster Wallace für sich entdeckt. An dieser Stelle sei Weiterlesen

Neues vom Nachbarn : 26 Länder, 26 Menschen / Oliver Lück

„Dies ist nicht das Ende, aber auch kein neuer Anfang. Es liegt irgendwo dazwischen […] Vielleicht ist jeder Anfang aber auch das Ende von dem Vorhergehenden, wer weiß das schon. Oder jeder Anfang ist einfach bloß der Anfang und das Ende einfach bloß das Ende – das kann auch sein“ (David Ronaldo, Clown, Belgien)

Alle Welt redet derzeit von Europa: leider jedoch wird das Thema meist verkürzt auf die Streitereien zum Thema Euro und auf billige Witzchen über die Friedensnobelpreisverleihung an die EU. Bei aller auch berechtigten Kritik an der zu raschen Erweiterung des EU- und Euro-Raums, an der Wirtschafts- und Finanzpolitik, der überbordenden Brüsseler Bürokratie und der fehlenden demokratischen Legitimation Europas verkürzt sich der Blick dadurch jedoch unzulässig. Denn Europa ist mehr als der Euro, mehr als Straßburg & Brüssel.
Der Journalist und Fotograf Oliver Lück und sein Hund Locke, ein Hovawart, machen sich in einem alten VW-Bus T3 auf den Weg: über 20 Monate und 50.000 Kilometer reisen sie durch Europa, treffen einen baskischen Chillibauern, eine irische Geschichtenerzählerin, einen litauischen Bernsteinfischer, den estnischen Weltrekordhalter im Schaukeln, die norwegische Grenzgängerin und Extrembergsteigerin Cecilie Skog. Er entdeckt ein kleines italienisches Dorf, dass sich für einen selbständigen Staat hält und einen Weiterlesen