Kleine Ziege, sturer Bock / Regie: Johannes Fabrick. Darst.: Wotan Wilke Möhring, Sofia Bolotina, Julia Koschitz […]

Der chaotische Elvisimitator und Lebenskünstler Jakob ist mit Ende Dreißig nicht gerade auf der Überholspur des Lebens: das Geld reicht hinten und vorne nicht. Wenn sich nicht etwas ändert, scheint der Wiedereinzugliedern bei den Eltern einzige Option zu sein. In seiner Not nimmt er einen ungewöhnlichen Job an: mit einem heruntergekommen, kleinen Fiat-Fiorino-Kasteagen soll er einen störrischen, müffelnden Schafbock nach Norwegen bringen.

Da kündigt sich überraschender Besuch an: die

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Vorsicht, Krokodil / Lisa Moroni ; Eva Erikson ; Ole Könnecke (Übersetzer)

Toras Papa, der sonst immer nur so lange Dinge macht wie Kaffee trinken oder arbeiten, hat Urlaub und endlich geht es los. Sie wollen zusammen im Wald wandern und zwischen wilden Tieren zelten. Nachdem sie alles eingekauft haben, was sie zum Überleben in der Wildnis brauchen, fahren sie mit dem Auto Richtung Wald. Tora freut sich, denn irgendwann einmal will sie im Wald wohnen.

Als sie ankommen, fragt sich Tora, wo all die wilden Tiere bloß sind. Sie müsse nur genau hinsehen, sagt ihr Papa. Das macht Tora. Und plötzlich sieht sie sie: das kleine Weiterlesen

Höchste Zeit, Herold! / Anke Kuhl

„Der Weg zum Kind ist wild und weit.
Dem Herold bleibt nur wenig zeit:
„Soll Urselchen nicht warten,
muss ich jetzt auf die Reise gehen
und 13 Prüfungen bestehen.
Ich werd mal besser starten.“

Der Herold ist ein wahrer Held, der allen Gefahren trotz. Doch die Aufgabe, ein toller Papa zu sein und seinem Töchterchen zum Weiterlesen

Jackie : wer braucht schon eine Mutter / Regie: Antoinette Beumer. Darst.: Holly Hunter ; Carice van Houten ; Jelka van Houten [u.a.]

Vor 33 Jahren wurden die Zwillingsschwestern Sofie und Daan geboren – als Kinder zweier schwuler Väter, ausgetragen von einer ihnen bis heute nicht bekannten Frau. Die zupackende Sofie geht trotz ihres üblen Chefs ganz in ihrer Karriere im Medienbereich auf, während die zurückhaltende Daan mit ihrem Mann Joost Kinder zu kriegen versucht. Plötzlich erhalten sie eine Nachricht aus den USA: ihre leibliche Mutter braucht nach einem Weiterlesen

Wörterbuch einer verlorenen Welt / Alba Arikha

Mein Vater kommt von weit her.
Ich kann es nicht sehen oder erklären, aber ich spüre es. An diesem Ort gibt es Worte für Dinge, die nicht mehr existieren.
Irgendwie haben Spuren davon es geschafft, in mein Bewußtsein zu sickern. Es ist Teil meines Fundamentes geworden, wie Mörtel bei einem im Bau befindlichen Haus. Beinahe schmecke ich die Atmosphäre auf meiner Zungenspitze.
Wenn mein Vater geht, wird mit ihm jene Atmosphäre verschwinden.
Werden mit mir die Reste verschwinden?
Wann wird mein Haus komplett sein?
Ich frage mich, ob man das jemals selber weiß?
(S. 110-111)

Eine Jugend im Paris der 1980er Jahre zur Musik von Grace Jones, den Talking Heads, Serge Gainsbourg. Miniröcke, Parties, Zigaretten. Ihr Vater, der bekannte Maler Avigdor Arikha (1929-2010), der all das Weiterlesen

Sommersprossen auf den Knien / Maria Parr. Deutsch von Christel Hildebrandt. Illustrationen von Heike Herold

Glimmerdal ist ein besonderes Tal und Sommers wie Winters wunderschön. Mitten im Glimmerdal wohnt die fast zehnjährige Tonje, der Wirbelwind vom Glimmerdal, der mit allen Erwachsenen gut auskommt. Außer vielleicht mit dem miesepetrigen Klaus Hagen von Campingplatz. Besonders aber liebt Tonje ihren besten Freund, den alten, etwas schrulligen Gunnvald mit seiner Geige, der etwas weiter oben im Tal wohnt und alle Verrücktheiten mitmacht, die Tonje sich ausdenkt.

Aber dann bekommt Gunnwald eines Tages einen Weiterlesen

Das Lächeln meiner Mutter / Delphine de Vigan

Eines Morgens stand ich auf und dachte, ich müsse schreiben, selbst wenn ich mich dazu auf einem Stuhl festbinden müsste, und ich müsste weitersuchen, selbst in der Gewissheit, dass ich nie die Antwort finden würde. Dieses Buch wäre vielleicht genau das, der Bericht über diese Suche, der sein eigenes Entstehen enthält, seine erzählerischen Irrwege, steckengebliebenen Versuche. Aber es wäre dieser zögernde, unvollenedte Impuls von mir hin zu ihr. (S. 41)

Die französische Autorin Delphine de Vigan (auf Jargsblog: No und ich) findet eines Morgens ihre 61jährige Mutter tot in deren Wohnung. Schnell wird klar, dass diese sich das Leben genommen hat. Die Schriftstellerin geht zunächst wie betäubt ihren Verrichtungen nach, nimmt ohne bewusste Erinnerung den Prix des Libraires entgegen, schreibt ihr aktuelles Buch zuende. Doch dann Weiterlesen