Bis zum Ellenbogen / Regie und Drehb.: Justus von Dohnányi. Darst.: Stefan Kurt ; Jan Josef Liefers ; Justus von Dohnányi …

Sven, ein stets freundlicher Sylter Banker, der in einer Berghütte in den Schweiz Alpen Urlaub macht, nimmt zwei Zufallsbekanntschaften bei sich auf: den ständig nörgelnden, arroganten Unternehmer Achim und den leutseligen arbeitslosen Handwerker Willi. Die Bekanntschaft entwickelt sich bis zu einem alkoholgesättigten Grillabend. Doch dann verschluckt sich Sven an einer Gurke und Weiterlesen

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Mumien in Palermo : Als Kriminalbiologe an den dunkelsten Orten der Welt / Mark Benecke

Mark Benecke zählt zu den bekanntesten und weltweit profiliertesten Kriminalbiologen der Welt. Zusätzlich zeichnet ihn aus, dass er über seine für manche Gemüter möglicherweise abstoßend erscheinende Arbeit fesseln und anschaulich zu berichten weiß, ohne in Sensationshascherei zu verfallen. Im Gegenteil: man spürt, dass Beneckes Motivation in erster Linie die Neugier ist, einen Fall oder ein Rätsel aufzuklären – ein Beweggrund, für den er trotz mancher augenscheinlich logischer Erklärung genauer hinzuschauen bereit ist, als es manchen vielleicht lieb ist.

Das vorliegende Buch widmet sich auch – aber nicht nur – Mumien. Benecke, der sich stets um Unvoreingenommenheit bemüht, analysiert den wackeligen Schwarzweißfilm aus Roswell (USA), der angeblich eine Alien-Sektion zeigt, ebenso akribisch wie die geschickt vorgetäuschten, aber nicht einfach zu entlarvenden Blutwunder der Therese Neumann (Konnersreuth) aus den 1910er bis 1950er Jahren oder das sogenannte Walpurgis-Öl, dass aus den Gebeinen der Heiligen Walpurga tropft und sich am Ende als simples Leitungswasser entpuppt und Benecke zur alternativen Empfehlung des wesentlich gehaltvolleren Eichstädter Klosterlikörs veranlasst.

Ebenso gründlich und analytisch überzeugend geht er den seit 200 Jahren immer wieder in Berichten auftauchenden spontanen Selbstentzündungen nach und entschlüsselt überzeugend die Kausalkette, die nach seiner Analyse zu dem beschriebenen Bild an den Fundstätten der Leichen führt. Auf die Spur führt ihn dabei auch die überlebte Selbstentzündung einer Frau, die letztlich über ein am Meer aufgesammeltes und in die Tasche gestecktes Stück Phosphor zurückzuführen war. Dochteffekte und bestimmte Ausgangskonstellationen, die Benecke auch im Versuch nachweisen konnte, führen dabei zu den beschrieben Fällen. Das Thema nimmt der Autor auch zum Anlass, sich besonders schweren Fällen von angeblichen Selbstentzündungen bei Babys zu widmen, die sich als Folgeerscheinung von Münchhausen-bei-Proxy-Syndromen der um Aufmerksamkeit heischenden Mütter heraustellten.

Im umfangreichen letzten Kapitel widmet sich Benecke endlich menschlichen Mumien und hierbei insbesondere den Mumien aus dem Kapuzinerkloster in Palermo: hier zieht der Kriminalbiologe, der in den Katakomben mit Unterstützung eines Archäologen forschen konnte, alle Register rund enthüllt nicht nur, aus welchen spezifischen Gründen manche der Mumien so überaus gut erhalten sind, sondern führt uns an Beispielen auch an die Bedeutung forensischer Biologie für die Erforschung von Seuchen und Infektionskrankheiten ein.

Wer vor den zum Teil drastischen Aufnahmen im Buch nicht zurückschreckt, wird durch die Lektüre eines äußerst anregenden und spannenden Buches über kriminalbiologische Methoden und Instrumente belohnt, das von einem wachen, sauber analytisch arbeitenden und seinen Fällen mit möglichst viel wissenschaftlicher Unvoreingenommenheit begegnendem Autor geschrieben wurde.

Ich bin tot, macht was draus! / Regie & Drehb.: Guillaume Malandrin (u.a.). Darst.: Bouli Lanners, Wim Willaert, LyAes Salem (u.a.)

„Das ist gekocht, das kann nicht schlecht werden!“

Bisher spielte die belgische Altherrenband „Grand Ours“ vor allem in Clubs. Doch nun soll es endlich losgehen, denn die erste US-Tournee steht bevor. Doch kurz vor der Abreise stirbt unter bizarren Umständen der kettenrauchende Sänger Jipé. Echte Rocker kann das natürlich nicht abhalten: so entführen die graubärtigen Gitarristen Yvan und Wim kurzerhand Jipés Urne, füllen die Asche in einen Plastikeimer um und Weiterlesen

Meinen Hass bekommt ihr nicht: „Freitag Abend habt ihr das Leben eines außerordentlichen Wesens geraubt, das der Liebe meines Lebens, der Mutter meines Sohnes, aber meinen Hass bekommt ihr nicht./ Antoine Leiris

Antoine Leiris, französischer Journalist, ist mit dem 17 Monate alten Sohn Melvin Marvin daheim, als islamistische Attentäter in Paris den Anschlag auf das Bataclan verüben während eines Konzertes, das auch seine Frau Helene besucht. Nach Stunden der Ungewissheit wird klar, dass auch sie unter den 89 Todesopfern ist, Leiris seine geliebte Frau und Melvin seine Mutter verloren hat.

In seiner Trauer und seinem Entsetzen greift Leiris zur einzigen Waffe, die er hat: dem Wort. Auf Facebook veröffentlicht er einen Weiterlesen

Fragen Sie Ihren Bestatter: Lektionen aus dem Krematorium / Caitlin Doughty

Tote verankern die Lebenden in der Wirklichkeit. Bevor ich bei Westwind anfing, hatte ich ein mehr oder weniger leichenfreies Leben geführt. Nun aber hatte ich Zugang zu Dutzenden von ihnen – ein kurzer Abstecher in die Kühlkammer genügte. Sie zwangen mich, meinem eigenen Tod ins Auge zu sehen, machten mir bewusst, dass auch die Menschen, die ich liebte, nicht ewig lieben würden. Egal wie sehr uns die moderne Technik auch beherrschen mag – eine einzige Leiche reicht aus, um alles ins Wanken zu bringen, uns zu der unumstößlichen Erkenntnis zurückzuführen, dass wir nichts weiter als höhere Säugtetiere sind, dazu verdammt, über kurz oder lang den Löffel abzugeben. Wir alle sind nur Leichen in der Warteschleife. (S. 182)

Wir sind es gewohnt, den Tod aus unserem Leben auszublenden. Wenn jemand, der uns nah ist, stirbt, überantworten wir ihn einem Bestatter, der sich um alles kümmert bis hin zur Beisetzung von Sarg oder Urne. Was dort beim Bestatter geschieht und wie, wollen wir nicht so genau wissen. Auf gar keinen Fall. Hauptsache, der Bestatter regelt diskret alles und behelligt uns nur mit Weiterlesen

Der Tod auf dem Apfelbaum / Kathrin Schärer

Der Fuchs will nicht sterben, obwohl er und seine Frau schon alt geworden sind und alles beschwerlicher ist. Als er von einem Zauberwiesel einen Wunsch geschenkt bekommt, wünscht er sich, dass alle auf dem Apfelbaum kleben bleiben mögen, die ihm seine Äpfel klauen wollen. Zwar befreit er sie wieder, aber der Zauber wirkt. Als dann plötzlich der Tod Weiterlesen