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Blues Brothers / Regie: John Landis

Es sind 106 Meilen nach Chicago, wir haben genug Benzin im Tank, ’n halbes Päckchen Zigaretten, es ist dunkel, und wir tragen Sonnenbrillen!“ (It’s 106 miles to Chicago. We got a full tank of gas, half a pack of cigarettes, it’s Darm and we’re wearing sunglasses

Chicago: Nach drei Jahren Knast kommt Jake Blues (John Belushi) endlich frei. Sein Bruder Elwood holt ihn mit einem ausgemusterten, abgeranzten 1974er Dodge Monaco der Mount Prospect Police ab und fährt mit ihm nach Chicago. Einem Versprechen folgend besuchen sie das Waisenhaus, in dem sie aufgewachsen sind: rasch stellt sich heraus, dass es aufgrund von Steuerschulden geschlossen werden muss. Unehrliche Beschaffungswege verdammt die Mutter Oberin und wirft sie hinaus – nicht ohne einige saftige Stockschläge wegen unangemessener Wortwahl der beiden. Als sie erfahren, dass es auch ihren Ziehvater Curtis (Cab Calloway) treffen wird, beschließen sie, das Geld auf ehrlichem Weg zu beschaffen.

Erst in einer Kirche bei einer mitreißenden, musikalisch furios unterstützten Predigt des Right Reverend Cleophus James, kommt Jake eine göttliche Erleuchtung, wie sie das Geld ehrlich beschaffen können: „Die Band“ muss wieder spielen.

[While standing at the entrance to the Triple Rock Church watching the service with much dancing and Hallelujah choruses, a heavenly light shines down on Jake and he has an epiphany]
Jake: The band? The band.
Reverend Cleophus James: DO YOU SEE THE LIGHT?
Jake: THE BAND!
Reverend Cleophus James: DO YOU SEE THE LIGHT?
Elwood: [Confused] What light?
Reverend Cleophus James: HAVE YOU SEEEEN THE LIGHT?
Jake: YES! YES! JESUS H. TAP-DANCING CHRIST… I HAVE SEEN THE LIGHT!

Die beiden Brüder machen sich „im Auftrag des Herrn“ auf den Weg, um ihre alten Bandmitglieder zu überzeugen. Das scheint auch zu klappen. Doch leider kommen sie auf ihrer Mission einigen Leuten in die Quere und haben schon bald neben einer mysteriösen schiesswütigen Frau (Carrie Fisher) nicht nur die gesamte Polizei von Chicago, sondern auch einen Haufen amerikanischer Nazis und eine schlecht gelaunte Countryband auf den Fersen. Und die Zeit wird knapp …

„Blues Brothers“ ist zu Recht ein Kultfilm, der auch über 35 Jahre nach der Veröffentlichung noch zu begeistern vermag: die Story überschlägt sich faktisch permanent selbst und wird durch wahnwitzig überdrehte Action, spektakuläre Verfolgungsfahrten (etwa mitten durch ein extra für den Film wiederhergerichtetes Einkaufszentrum) und schräge Dialoge munter dem überaus furiosen Ende entgegengetrieben. Das alles – wie könnte es anders sein – lebt auch von und mit den zahllosen musikalischen Einlagen des Films, bei denen Stars wie Ray Charles, Aretha Franklin, Cab Calloway, John Lee Hooker und die junge Chaka Khan zu sehen und vor allem zu hören sind. Ob „Think“, „Minnie the Moocher“, „Shake a Tail Feather“, „Sweet hone Chicago“ und natürlich das legendär eingeleitete „Eberybody Needs Somebody to Love“. Dazu kommen einige Filmgrößen wie der unvergessene John Candy und sogar Steven Spielberg.

Ein wunderbarer Film, der zwar mit FSK 12 ausgezeichnet ist, unsere zunächst skeptischen 10jährigen Zwilinge beim Wiedergucken des vor gefühlten Ewigkeiten von uns zuletzt gesehenen Films jedoch mit Verve mitgerissen hat und nachhaltig gute Laune verbreitet. Klar, schließlich geht es um DIE BAND!

6 thoughts on “Blues Brothers / Regie: John Landis

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